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Aktuell Welt

Wieder Entführungen in Nigeria

Mutmaßliche Kämpfer der islamistischen Terrorgruppe Boko Haram haben im unruhigen Nordosten Nigerias wieder Frauen und Kinder in ihre Gewalt gebracht. Bei Überfällen auf zwei weitere Dörfer wurden 38 Menschen getötet.

Wie die Zeitung "Premium Times" berichtete, haben mutmaßliche Boko-Haram-Mitglieder bei Angriffen auf mehrere Dörfer mindestens 60 Frauen und Mädchen verschleppt.

Die Entführungen in der abgelegenen Region sollen sich bereits in der vergangenen Woche zwischen Donnerstag und Samstag ereignet haben. Das Militär in der Hauptstadt Abuja geht den Meldungen nach eigenen Angaben nach.

Viele Tote bei Angriffen

Bei der Attacke in der Region Damboa sollen nach Angaben von Augenzeugen außerdem mindestens 30 Menschen getötet worden sein. Die Dörfer seien zerstört worden. Unter den Entführten seien auch Babies und sehr kleine Mädchen. In einer Meldung heißt es unter Berufung auf Augenzeugen, neben Frauen und Mädchen hätten die islamistischen Extremisten auch mindestens 30 Jungen entführt.

Am Montagabend überfielen mutmaßliche Boko-Haram-Kämpfer zwei Dörfer im Bundesstaat Kaduna. Dabei wurden nach einer jetzt von den Behörden veröffentlichten Bilanz 38 Menschen getötet. Die meisten Opfer sind Frauen und Kinder. Beim Sturm auf ein Dorf in Kaduna in der Nacht zum Dienstag wurden laut offiziellen Angaben mindestens 18 Menschen getötet.

Die Terrorgruppe Boko Haram kämpft im mehrheitlich muslimischen Norden Nigerias seit Jahren für einen streng-islamischen Staat. Die Extremisten überfallen immer wieder Kirchen, Schulen, Militärstationen und ganze Dörfer. Die Zahl der Todesopfer geht in die Tausende. Mitte April hatten die Extremisten mehr als 200 Schülerinnen aus dem Ort Chibok in der gleichen Region entführt. Von ihnen fehlt bisher jede Spur. Boko Haram hat gedroht, die meist christlichen Mädchen als Sklavinnen zu verkaufen oder mit Moslems zwangzuverheiraten.

wl/sti (afpe, dpa, afp, ape)

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