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Europa

Wieder Dialog zwischen Belgrad und UNMIK

Sechs Monate nach der Unabhängigkeitserklärung des Kosovo haben UN-Vertreter und Belgrad Gespräche über die Lage der serbischen Minderheit wieder aufgenommen. Vertreter der Kosovo-Regierung sollen später dazu kommen.

Zwei Autos (Quelle: dpa)

Fahrzeuge der UN-Mission UNMIK im Kosovo

Die UN-Verwaltung im Kosovo, UNMIK, und die serbische Regierung haben wieder Gespräche über die Zusammenarbeit im Kosovo aufgenommen. In Prishtina traf UNMIK-Chef Lamberto Zannier den serbischen Kosovo-Minister Goran Bogdanovic.

Nach dem Treffen erklärte Zannier, der Dialog solle Probleme thematisieren, die für die Serben des Kosovo von direkter Bedeutung seien. Dazu gehörten die Regelung von Zoll-, Polizei- und Justizfragen, die Organisation der Gemeindeverwaltung und der Schutz von Kulturgütern und religiösen Einrichtungen der Serben.

Konstruktive Gespräche

Frau mit Flagge (Quelle: AP)

Vor einem halben Jahr feierte Kosovo seine Unabhängigkeit

Nach dem anderthalbstündigen Gespräch wandte sich Bogdanovic kurz an die Medien. Er erklärte, er sei auf Verständnis der UNMIK-Vertreter für die Probleme der serbischen Minderheit in Kosovo gestoßen. "Wir haben uns darauf geeinigt, den Dialog fortzusetzen. Schon in den nächsten Tagen werden Vertreter der UNMIK aus dem Justizbereich Vertreter des Justizsystems im Norden des Kosovo treffen." Außerdem würden Vertreter der UNMIK-Polizei mit Angehörigen des Polizeidienstes aus dem Norden des Kosovo, aus dem zentralen Teil des Kosovo und aus dem Grenzgebiet entlang des Flusses Morava sprechen, so Bogdanovic. Ziel solle es sein, die Probleme im Interesse aller Bürger auf bestmögliche Weise zu lösen, insbesondere im Interesse der Serben und anderer Nicht-Albaner.

Anstoß zum Dialog

Vor dem Treffen hatte Zannier den kosovarischen Premierminister Hashim Thaci über den Beginn der Gespräche informiert. Der Dialog findet hinter verschlossenen Türen statt. Es ist beabsichtigt, später auch die Vertreter der Regierung des Kosovo zu den Gesprächen zu bitten. Zannier betonte, er sehe sich als denjenigen, der einen Dialog zwischen Belgrad und Prishtina ermöglichen solle. Er sehe sich indes nicht als Vermittler oder als Leiter von Verhandlungen. "Ich habe Vertreter aus Belgrad getroffen und werde auch weiterhin Vertreter treffen, um zu erfahren, welche Positionen sie haben. Ich werde mich selbstverständlich auch mit der politischen Führung des Kosovo treffen. Auf dieser Grundlage möchte ich bilaterale Gespräche über Themen von gemeinsamem Interesse anstoßen, im Rahmen der UN-Resolution 1244", sagte Zannier.

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