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Welt

Wieder blutige Anschläge in Nigeria

Die Gewalt in Nigeria nimmt kein Ende. Bei Anschlägen der radikal-islamischen Sekte Boko Haram wurden in Kano mehr als 140 Menschen getötet.

Brennende Polizeistation in Kano im Norden Nigerias (Foto: reuters)

Brennende Polizeistation in Kano

Die koordinierte Serie von Anschlägen auf das Polizeihauptquartier in der Stadt im Norden Nigerias sowie auf drei weitere Polizeistationen habe "Panik und Chaos" ausgelöst, sagte der Leiter des örtlichen Katastrophenschutzes, Abu Gabriel, der Nachrichtenagentur dpa. Die Behörden verhängten eine 24-stündige Ausgangssperre über die zweitgrößte Stadt des afrikanischen Landes.

Sekte will Scharia einführen

Die Terror-Sekte Boko Haram bekannte sich dem nigerianischen Fernsehen zufolge zu den Anschlägen und bezeichnete sie als "Vergeltungsmaßnahmen" für jüngste Verhaftungen von Mitgliedern der Organisation. Boko Haram will den Vielvölkerstaat Nigeria mit seinen mehr als 160 Millionen Einwohner dem islamischen Recht der Scharia unterwerfen. Jeglichen westlichen Lebensstil sowie das Christentum lehnt die Sekte strikt ab.

Seit langem leidet Nigeria unter den Terroranschlägen der Islamisten. Während der Weihnachtstage und Anfang Januar waren bei mehreren Bombenanschlägen und Überfällen auf christliche Kirchen im Norden des Landes Dutzende Menschen getötet worden. Präsident Goodluck Jonathan hatte vorübergehend den Ausnahmezustand über vier Regionen verhängt und die Grenzen zu Nachbarländern schließen lassen.

wl/qu (dpa,dapd,rtre)

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