Wieder Anti-Terror-Einsatz in Brüssel | Aktuell Europa | DW | 21.06.2016
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Aktuell Europa

Wieder Anti-Terror-Einsatz in Brüssel

Plötzlich war sie wieder da, die Terrorangst in Belgiens Hauptstadt: Die Bundesstaatsanwaltschaft meldete die Festnahme eines Tatverdächtigen am Shopping-Centre City2. Doch Sprengstoff wurde bei ihm nicht gefunden.

Die belgische Polizei hat am Morgen in der Nähe eines Einkaufszentrums in Brüssel einen Mann wegen Terrorverdachts festgenommen. Der nationale Krisenstab kam zusammen, an dem Treffen nahm auch Belgiens Regierungschef Charles Michel teil. "Im Augenblick ist die Situation unter Kontrolle", so ein erstes Statement von Michel. Die Gegend um das Shopping-Centre City2 wurde abgesperrt.

Untersuchungen ergaben inzwischen, dass der Mann - entgegen ersten Befürchtungen - keinen Sprengstoff bei sich hatte. Nach Angaben eines Vertreters der Staatsanwaltschaft trug der Mann lediglich die Attrappe eines Sprengstoffgürtels bei sich. Der Sender RTL berichtete, der Einsatz habe um 6.30 Uhr begonnen, nachdem es einen Hinweis gegeben habe, dass sich in der Nähe des Einkaufszentrums ein Mann verdächtig verhalte.

Belgien seit Anschlägen vom 22. März in erhöhter Alarmbereitschaft

Erst am Wochenende hatte es in Belgien wegen einer "unmittelbaren Bedrohung" einen landesweiten Anti-Terror-Einsatz gegeben. Drei Männer wurden wegen "versuchten terroristischen Mordes" in Haft genommen. Einem Medienbericht zufolge hatte es einen Hinweis gegeben, dass während des EM-Spiels der belgischen Fußball-Nationalmannschaft gegen Irland am Samstagnachmittag Anschläge verübt werden sollten. Die Attentäter wollten demnach möglicherweise Fußballfans auf Fanmeilen in Belgien attackieren.

Belgien ist seit den Brüsseler Anschlägen vom März in erhöhter Alarmbereitschaft. Am 22. März hatten sich zwei Attentäter im Flughafen Brüssel-Zaventem in die Luft gesprengt. Knapp eine halbe Stunde später zündete ein Attentäter in einem U-Bahn-Waggon in der Station Maelbeek einen Sprengsatz und riss 16 Menschen mit in den Tod. Insgesamt wurden bei den beiden Anschlägen in der belgischen Hauptstadt 32 Menschen getötet und mehr als 300 verletzt.

sti/fab (afp, dpa rtr)

Die Redaktion empfiehlt