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Aktuell Afrika

Wieder Anschläge auf Christen in Nigeria

Bei Angriffen auf zwei Kirchen im muslimischen Norden Nigerias sind mindestens vier Menschen getötet worden. Zu den Anschlägen bekannte sich die islamische Terror-Gruppe Boko Haram.

In der Stadt Jos an der Grenze zwischen dem muslimischen Norden und dem christlichen Süden des Landes fuhr ein Selbstmordattentäter mit seinem Wagen auf das Gelände einer Kirche und zündete einen Sprengsatz. Bei der Explosion seien der Attentäter und zwei Gläubige getötet und mehr als 40 weitere Personen verletzt worden, teilte die Polizei mit.

In Biu, einer Stadt in der nordöstlichen Provinz Borno, eröffneten bewaffnete Angreifer während eines Gottesdienstes in einer Kirche das Feuer. Dabei seien ein Angestellter der Kirche erschossen und weitere Personen verwundet worden, sagte ein örtlicher Priester.

Zunehmende Angriffe auf Christen

Zu den Anschlägen bekannte sich die islamische Terror-Gruppe Boko Haram. Ein Sprecher der Gruppe sagte, mit den Attentaten habe man beweisen wollen, dass man entgegen anderslautenden Angaben der Regierung "nicht geschwächt" sei.

Boko Haram (übersetzt etwa "Westliche Bildung ist Sünde") will im Nordes Nigerias einen radikalislamischen Gottesstaat errichten und verübte immer wieder Anschläge auf Polizei, Behörden und Kirchen. Dadurch starben seit Mitte 2009 nach Behördenangaben mehr als tausend Menschen.

jh/rv/gri (afp, dapd, kna)