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Aktuell Asien

Wieder Übung von Vietnam und USA im Südchinesischen Meer

Es geht zwar nur um Rettungseinsätze, doch dürfte das Manöver einmal mehr Verärgerung bei den anderen Anrainerstaaten auslösen. Denn das Seegebiet ist ihr Zankapfel, werden dort doch Öl- und Gasvorkommen vermutet.

Inmitten anhaltender Spannungen im Territorialstreit im Südchinesischen Meer führt Vietnam in dieser Woche ein gemeinsames Übungsmanöver mit der US-Marine durch. Drei Schiffe der siebten US-Flotte mit rund 1400 Soldaten erreichten am Montag die zentralvietnamesische Stadt Danang. Sie werden sich fünf Tage lang in der Region aufhalten und gemeinsam mit den Vietnamesen Rettungs- und Noteinsätze trainieren. Militärische Übungen sind nicht geplant.

Im Südchinesischen Meer zwischen China, Vietnam, den Philippinen, Malaysia und Brunei beanspruchen die Anrainerstaaten teilweise dieselben Seegebiete. Vor allem im Fokus steht dabei die Zone nahe den Spratly-Inseln, weil dort große Öl- und Gasvorkommen vermutet werden. Die Spannungen wachsen. Die philippinische Marine brachte vor zwei Wochen chinesische Fischer in einer Region auf, die sowohl Manila als auch Peking beanspruchen. Chinesische Patrouillenboote hinderten die Philippiner aber daran, sich den Booten zu nähern und die Fischer festzunehmen.

Der Pressesprecher der US-Marine, Mike Morley, vergaß deshalb nicht zu betonen, dass der Zeitpunkt des Manövers in keinem Zusammenhang mit den Spannungen stehe. Es ist die dritte Übung dieser Art. In der vergangenen Woche hatten die Amerikaner bereits gemeinsamen mit der philippinischen Marine eine ähnliche Aktion durchgeführt. Das renommierte nichtstaatliche Forschungsinstitut "International Crisis Group" warnte in einem Bericht dennoch vor einer Zuspitzung des Konflikts im Südchinesischen Meer und verwies zur Begründung darauf, dass Peking mehrere Überwachungsschiffe in die Region entsandt habe.

sti/hp (dapd, dpa)

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