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Kultur

Wiebke Siem erhält den Kaiserring 2014

Die Berliner Künstlerin ist mit dem Kaiserring der Stadt Goslar für ihr Lebenswerk ausgezeichnet worden. Bekannt wurde sie in den 1990er Jahren mit ihren abstrakten überdimensionale Objekten.

Wiebke Siem hat einen der weltweit wichtigsten Preise für moderne Kunst erhalten. Am Samstag nahm sie den Kaiserring 2014 in Goslar entgegen. Sie sei sehr glücklich über die Auszeichnung und danke der Stadt Goslar "für diese späte Würdigung" ihres Lebenswerkes. Die Ehrung verstehe sie wie eine Ehe mit der Stadt, mit der sie nun gewissermaßen verheiratet sei, sagte die 1954 geborene Künstlerin bei der Verleihung

Von 1979-1984 studierte die Künstlerin an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg. In den Jahren 1989 bis 1997 entstanden ihre vier Werkgruppen, für die sie weltweit bekannt wurde. Darin verfremdete Siem Alltagsgegenstände wie Kleider, Tücher oder Wagen in abstrakte überdimensionale Objekte. Die Jury hatte hervorgehoben, dass ihr preisgekröntes Werk noch lange nicht die angemessene Aufmerksamkeit habe.

Das vertraute Fremde

Seit 2010 ist Siem auch als Bildhauerin tätig und kreiert Skulpturen. In der Installation "Hot Skillet Mama" etwa hängen Figuren wie Marionetten von der Decke. Es geht um die Umwandlung von etwas Vertrautem in etwas Fremdes. "Siems Skulpturen haben eine enorme Aura oder Präsenz. Trotz ihres uns zum Teil vertrauten Charakters machen sie sehr klar, dass sie Kunst sind", so die Jury. Im Goslarer Mönchehausmuseum ist jetzt bis zum 18. Januar eine Werkübersicht der Künstlerin zu sehen. Gezeigt werden Rauminstallationen, Skulpturen und Zeichnungen.

Der Kaiserring - ein Goldring, der an den 1050 in Goslar geborenen Kaiser Heinrich IV. erinnert - wurde in diesem Jahr zum 39. Mal verliehen. Zu den früheren Preisträgern gehören unter anderem Henry Moore, Joseph Beuys und Christo.

cc/as (dpa / ndr.de)