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Deutschland

Wie war die Mauer wirklich?

Zum 20. Jahrestag des Mauerfalls hat die Deutsche Welle in Zusammenarbeit mit der Stiftung Berliner Mauer ein einzigartiges Projekt verwirklicht: eine Animation der ehemaligen Grenzanlagen.

Fahrzeugsperren an der ehemaligen Berliner Mauer (Foto: DW)

Fahrzeugsperren an der ehemaligen Berliner Mauer

Die HDTV-Computeranimation der Sperranlagen in Berlin (Bernauer Straße) und an der innerdeutschen Grenze (Hötensleben, Sachsen-Anhalt) zeigt die bedrückende Realität der Grenzanlagen und beantwortet die Frage "Wie war die Mauer wirklich?".

Ehemaliger Grenzverlauf in Berlin (Foto: Ullstein/Lehnartz)

Ehemaliger Grenzverlauf an der Bernauer Straße (Berlin-Mitte)

Denn: Todesstreifen und Mauer sind heute nur noch an vereinzelten Teilstücken zu sehen. Diese Fragmente können nachfolgenden Generationen Bedrohung und Schrecken jedoch kaum vermitteln. Die Computeranimation der Deutschen Welle macht dies erfahrbar und nachvollziehbar. Historiker und Fernsehmacher haben erstmals gemeinsam rekonstruiert, wie der Todesstreifen Anfang der 1980er Jahre aussah - detailgetreu und mit neuen Ansichten der Sperranlagen.

100.000 Stunden Rechenzeit

"Wir vermitteln den Menschen, die das sehen, einen Eindruck, worunter wir in Berlin und natürlich auch an der innerdeutschen Grenze zwischen der DDR und der Bundesrepublik Deutschland gelitten haben", sagt DW-Indendant Erik Bettermann. Und Christoph Lanz, Fernsehdirektor der Deutschen Welle, ist der Meinung, dass die HDTV-Animation in Bildsprache und Anmutung die Bedürfnisse gerade der jüngeren Generationen treffe, für die die deutsche Teilung Geschichte ist und die sie aus eigener Anschauung nicht mehr kennen.

Karte der Berliner Innenstadt mit ehemaligem Grenzverlauf (Foto: AP)

Verlauf der ehemaligen Mauer in der Berliner Innenstadt

Um die Grenzanlagen möglichst detailgetreu nachzubauen, mussten die Animationsgestalter über 130.000 Bilder nach historischen Vorlagen erstellen. Die Computer rechneten 100.000 Stunden an dieser High-Definition-Produktion. Jedes einzelne Objekt musste mit Polygonen (Vielecken) nachgebaut werden, für die Versöhnungskirche in der Bernauer Straße allein waren es rund 500.000 Stück. So entstand eine Animation, die nach Meinung von Axel Klausmeier, Direktor der Stiftung Berliner Mauer, die Grenzanlage "virtuell erlebbar" macht. Dies sei ein großer Gewinn - auch für die jährlich 300.000 Besucher in der Gedenkstätte Bernauer Straße in Berlin-Mitte.

Weltweite Verbreitung

DW-TV strahlt die Animation weltweit aus - in deutscher, englischer, arabischer und spanischer Sprache. Der Film wird auch in der Gedenkstätte der Stiftung Berliner Mauer in Berlin zu sehen sein und soll vom Auswärtigen Amt in den Auslandsvertretungen und in den Goethe-Instituten weltweit eingesetzt werden. Die Deutsche Welle macht die Computeranimation darüber hinaus Institutionen kostenfrei zugänglich, die sich mit der Aufarbeitung deutscher Geschichte beschäftigen. Außerdem soll sie der Bundeszentrale für politische Bildung und den Kultusministerien der Länder für ihre Bildungsarbeit zur Verfügung gestellt werden. (wga/gri/dw)


Die Animation ist Teil der DVD "Eingemauert! - Wie die innerdeutsche Grenze wirklich war", die im DW-Store oder bei der Gedenkstätte Berliner Mauer in der Bernauer Straße erworben werden kann.

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