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Wissen & Umwelt

Wie von Geisterhand - Autofahren ohne Fahrer

Zum ersten Mal hat ein Auto ohne Fahrer am deutschen Straßenverkehr teilgenommen. Das Testfahrzeug "Leonie" hatte keine Mühe mit dem Bremsen, dem Schulterblick und dem Sicherheitsabstand.

Forschungsfahrzeug Leonie (Foto: TU Braunschweig)

Bereit zum Fahren: "Leonie"

Sie fährt problemlos durch Braunschweigs Straßen, nur sitzt keiner auf ihrem Fahrersitz. "Leonie" macht alles von allein. Leonie legte bis zu drei Kilometer lange Testfahrten auf dem zweispurigen Braunschweiger Stadtring zurück, konnte selbstständig die Spur halten, Kreuzungen berücksichtigen, Hindernissen ausweichen und die Abstände dem fließenden Verkehr anpassen. "Bei keiner Fahrt gab es irgendwelche Probleme", sagte die Sprecherin der TU Braunschweig.

Per Satellit kann "Leonie" ihre Position im Straßenverkehr berechnen. Verschiedene Laserscanner und Radarsensoren sorgen dafür, dass sie ihr Umfeld in jedem Moment wahrnehmen und dann im Rechner weiterverarbeiten kann. Probleme gibt es noch mit den Ampeln, denn die kann "Leonie" noch nicht erkennen. Noch muss deshalb ein Sicherheitsfahrer eingreifen, der "Leonie" per Knopfdruck signalisiert, ob die Ampel rot oder grün ist. Mehr Hilfestellung gibt es aber nicht. Bremsen und Anfahren übernimmt das Auto wieder selbst.

Ein Mann sitzt ohne zu lenken im Forschungsfahrzeug Leonie (Foto: TU Braunschweig)

Keinen Finger krumm machen und trotzdem fahren

Entwickelt wurde das Projekt größtenteils am "MobileLifeCampus", dem Wolfsburger Standort des Niedersächsischen Forschungszentrums für Fahrzeugtechnik (NFF) als Kompetenzzentrum der TU Braunschweig. Beteiligt sind Experten aus Regelungstechnik und Luft- und Raumfahrttechnik der TU Braunschweig, ebenso das Institut für Verkehrssystemtechnik des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und die Universität Hildesheim.

Autor: Nicole Scherschun (afp, DLR, TU Braunschweig)
Redaktion: Andreas Ziemons