1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Top-Thema – Podcast

Wie man seine Daten schützen kann

Ständig gelingt Hackern der Diebstahl privater Daten. Mit etwas Mühe können sie fast jeden Schutz umgehen. Was kann man tun, um seine Daten richtig zu schützen? Nicht alles, was als sicher gilt, ist es auch.

Audio anhören 02:50

Wie man seine Daten schützen kann – das Top-Thema als MP3

Immer wieder stehlen Hacker wichtige Daten – ob Kontonummern von Normalbürgern oder Nacktfotos von Prominenten. Offensichtlich gibt es mehr Sicherheitslücken, als man denkt. So kann zum Beispiel eine Cloud leicht gehackt werden, obwohl sie oft als sicher gilt. Deshalb raten manche IT-Experten davon ab, sensible Daten in einer Cloud zu speichern.

Aber warum speichert überhaupt jemand sensible Daten wie Nacktfotos in einer Cloud? Die Antwort ist, dass viele Menschen es tun, ohne es zu wissen. Wenn jemand ein Foto mit seinem iPhone macht, wird es automatisch in Apples iCloud gespeichert. Laut Cyber-Sicherheitsforscher Sandro Gaycken funktionieren viele Apps für Smartphones auf diese Weise. Darum sollte man den Nutzungsvertrag immer genau lesen und notfalls auf die App verzichten. Er sagt: „Alles, was gratis ist, ist nichts als Datenerheberei.“

Die meisten großen Cloud-Anbieter legen allerdings mehr Wert auf Sicherheit: Außer Nutzernamen und Passwort braucht man zusätzlich beispielsweise einen Fingerabdruck oder das richtige Smartphone, um sich in ein Konto einzuloggen. Wenn jemand das Passwort stiehlt, nutzt ihm das nichts – außer er hat auch das Smartphone gestohlen. Gaycken erklärt aber, dass sich auch dieser Schutz mit genug Arbeit umgehen lässt.

Gute Passwörter sind trotz allem sehr wichtig. Am besten sollten sie aus einer Mischung aus Zahlen, Buchstaben und Sonderzeichen bestehen. Man sollte auch nicht das gleiche Passwort für Twitter, Facebook und das Onlinebanking verwenden. Gaycken rät außerdem: „Und natürlich darf man diese Passwörter nicht aufschreiben. Und man muss sie alle paar Wochen ändern.“ Doch er weiß, dass das viel Arbeit ist. Der Experte gibt zu: Auch er hält sich nicht an alle diese Regeln.


Glossar

Hacker, -
(m., aus dem Englischen) – jemand, der sich unerlaubt Zugang zu Computersystemen verschafft (Verb: etwas hacken)

etwas um|gehen – hier: einen Weg finden, sich durch etwas nicht aufhalten zu lassen

Prominente, -n (m./f.) – jemand, der berühmt ist

Sicherheitslücke, -n (f.) – die Tatsache, dass etwas nicht sicher ist; der Sicherheitsmangel

Cloud, -s (f.) – ein Netzwerk, das weit entfernt ist und auf das man Daten speichern kann

jemandem von etwas ab|raten – jemandem raten, etwas nicht zu tun

IT-Experte, -n/IT-Expertin, -nen – jemand, der sich mit Kommunikationstechnik (z. B. Computern) auskennt

sensible Daten (n., nur Plural) – Informationen, die privat sind und nicht öffentlich werden sollten

Cyber- – das Internet betreffend; die virtuelle Welt betreffend

App, -s (f., aus dem Englischen) – ein spezielles Programm z. B. für ein Mobiltelefon

Smartphone, -s (n., aus dem Englischen) – ein Mobiltelefon, das zugleich ein kleiner Computer ist

auf etwas verzichten – hier: etwas nicht machen; etwas nicht haben oder nehmen

Datenerheberei (f., nur Singular) – hier: die Tatsache, dass man Daten sammelt

zusätzlich – noch dazu; darüber hinaus

sich ein|loggen (aus dem Englischen) – hier: sich im Internet irgendwo anmelden

Sonderzeichen, - (n.) – ein Zeichen, das keine Zahl und kein Buchstabe ist (z. B.: ! oder ?)

Onlinebanking (n., nur Singular) – das Erledigen von Geld- und Bankgeschäften übers Internet


Fragen zum Text

1. Welcher Meinung ist Gaycken?

a) Der doppelte Schutz der großen Cloud-Anbieter ist vollkommen sicher.
b) Das Ziel aller kostenlosen Apps ist es, die Daten der Nutzer zu sammeln.
c) Wichtige Daten sollte man unbedingt in einer Cloud speichern.

2. Welche Aussage steht im Text?
a) Viele Hacker verschaffen sich durch eine App Zugang zu den Smartphones.
b) Viele Apps speichern automatisch Daten auf entfernten Systemen, die aber vielleicht nicht sicher sind.
c) Es gibt viele Apps, die das automatische Speichern von Daten verhindern.

3. Was ist wichtig für einen guten Passwortschutz?
a) Es sollte keine Sonderzeichen enthalten.
b) Es sollte überall dasselbe Passwort benutzt werden.
c) Es sollte regelmäßig geändert werden.

4. Durch welches Modalverb kann das unterstrichene Verb ersetzt werden, ohne dass sich die Aussage des Satzes (stark) ändert? „Man soll den Nutzungsvertrag immer gründlich lesen.“
a) darf
b) kann
c) muss

5. Durch welches Modalverb kann das unterstrichene Verb ersetzt werden, ohne dass sich der Sinn des Satzes (stark) ändert? „Und natürlich darf man diese Passwörter nicht aufschreiben.“
a) kann
b) soll
c) muss


Arbeitsauftrag
Wie viel Vertrauen habt ihr in die Sicherheit eurer Daten? Was tut ihr, um eure Daten zu schützen? Diskutiert im Plenum, wie man mit Sicherheitsproblemen im Internet umgehen sollte.

Die Redaktion empfiehlt

WWW-Links

Audio und Video zum Thema

Downloads