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Fit & gesund

Wie Kinesiotapes Schmerzen in Muskeln und Gelenken nehmen

Drei türkise Streifen auf dem Rücken entblößte der italienischen Fußballer Mario Balotelli, als er sich bei der letzten Fußballeuropameisterschaft nach seinem 2:0 Schuss ins deutsche Tor das Shirt herunterriss. Die sogenannten Kinesiotapes sind in Sportlerkreisen weit verbreitet, die amerikanische Tennispielerin Serena Williams trug sie oder der britische Fußballer David Beckham.

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Die bunten Streifen aus feiner Baumwolle mit einem dünnen Film Acrylkleber sollen gegen Schmerzen helfen, indem sie die Durchblutung der Muskulatur steigern. Und das nicht nur bei bestimmten Sportverletzungen, sondern auch bei alltäglichen Überbelastungen etwa der Handgelenke durch stetiges Hämmern auf einer Computertastatur oder bei Friseuren durch ständiges Haarewaschen und Kopf massieren. Kinsesiotapes werden wie eine zweite Haut an die Muskeln geheftet.

Die Idee: Zwischen der Epidermis und der Dermis, also den ersten beiden Hautschichten, befinden sich die Schmerzsensoren. Kase, der als Chiropraktiker auf der Suche nach einem Weg war, wie man Schmerzen ohne Medikamente lindern könnte, kam auf die Idee, die erste Hautschicht einfach anzuheben. So soll das Blut besser in die verletzte Region fließen können. Die ersten Versuche mit seinen Tapes machte Kase an Sumo-Ringern. Lymph- und Blutfluss sollen angeregt werden und damit Entzündungen schneller abklingen. Außerdem sollen die Tapes die Gelenke stützen. Typische Anwendungsbereiche sind Knie-, Sprung- und Schultergelenke, verspannter Rücken und Nacken, Tennis- und Golferarme sowie Sehnenscheidenentzündungen und Muskelfaserriss. Es gibt kaum wissenschaftliche Belege für die Wirksamkeit von Kinesio-Taping - trotzdem wird es oft empfohlen und angewandt.