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USA

"Wie in Nordkorea": Mitarbeiter huldigen Trump

Zum ersten Mal ist Donald Trumps Kabinett vollständig zusammengetreten. Eine bizarre Sitzung: Der Präsident lässt sich von seinen Ministern über den grünen Klee loben. Das sorgt für reichlich Spott.

Vor laufenden Kameras zog US-Präsident Donald Trump eine überaus positive Bilanz seiner ersten fünf Monate im Amt. Das Weiße Haus habe "erstaunliche Ergebnisse" erzielt und sei "so aktiv, wie man es sich nur vorstellen kann", lobte Trump. Tatsächlich stolperte die US-Regierung seit seinem Amtsantritt von einer Krise zur nächsten.

"Das größte Privileg meines Lebens"

Nach seiner Lobeshymne auf sich selbst forderte Trump die Kabinettsmitglieder auf, sich reihum vorzustellen. Ob aus echter Begeisterung oder nur um ihrem Chef zu schmeicheln: Die Minister stimmten Lobpreisungen des Präsidenten an. "Es ist das größte Privileg meines Lebens, als Vizepräsident zu dienen. Der Präsident hält sein Wort gegenüber dem amerikanischen Volk", sagte Vizepräsident Mike Pence.

Stabschef Reince Priebus ging noch einen Schritt weiter: "Im Namen aller Führungskräfte in ihrem Umfeld, Herr Präsident, danke ich ihnen für die Gelegenheit und den Segen, für Ihre Agenda und das amerikanische Volk zu arbeiten."

Justizminister Jeff Sessions, der an diesem Dienstag vor dem Senat zur Russland-Affäre aussagen wird, erklärte, die Strafverfolgungsbehörden im ganzen Land seien "begeistert" von den Ideen, die Trump ins Weiße Haus gebracht habe. Eine dieser Ideen, ein Einreiseverbot für Menschen aus mehreren überwiegend muslimischen Ländern, wurde bereits von mehreren Gerichten abgeschmettert.

Reichlich Spott

Die bizarre Kabinettsitzung sorgt nun für reichlich Spott. Die New York Times fühlt sich an die Huldigungen des "geliebten Führers" in Nordkorea erinnert. Der Fraktionsführer im Senat, Chuck Schumer, stellte ein Video ins Netz, in dem er gemeinsam mit Mitarbeitern Trumps Kabinettsitzung nachstellt.

Schumer landete mit dem Video einen Hit in den sozialen Netzwerken.

cr/stu (afp, ap)