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Fußball

Wie die Rennpferde aus der Box

Die französische Fußball-Nationalmannschaft steht vor dem EM-Eröffnungsspiel unter Erfolgsdruck. Die Grande Nation erwartet einen Sieg. Gegner Rumänien fühlt sich in der Außenseiterrolle nicht unwohl.

"Wir haben uns zwei Jahre auf dieses Spiel vorbereitet", sagte Frankreichs Trainer Didier Deschamps vor dem Eröffungsspiel der Fußball-Europameistersaft an diesem Freitag (Anpfiff 21 Uhr MESZ, ab 20.30 Uhr im DW-Liveticker) im Stade de France in Paris. "Es ist ein Privileg, eine Freude." Die Mannschaft steht unter Druck, alles andere als ein Sieg gegen Außenseiter Rumänien würden die Fans in Frankreich kaum akzeptieren. Denn die Grande Nation erwartet von ihrer Equipe tricolore nichts anderes als den EM-Titel. "Unser Ziel ist es, bis zum Ende zu kommen und zu gewinnen", sagte Offensivspieler Kingsley Coman, der in der Bundesliga für den Meister FC Bayern spielt. Nach leichten Problemen zu Wochenbeginn ist der jüngste im französischen Team rechtzeitig zum EM-Start fit. Drei Tage vor seinem 20. Geburtstag wird er aber aller Voraussicht nach nicht zur Startelf zählen.

Zeichen stehen auf Sturmlauf

Deschamps wird wohl Mittelstürmer Olivier Giroud, Bayern-Schreck Antoine Griezmann von Atletico Madrid und Dimitri Payet - vor allem berüchtigt für seine Freistöße - aufbieten, um das rumänische Abwehrbollwerk zu knacken. Rumänien ließ in der EM-Qualifikation nur zwei Gegentore zu, erst kurz vor der EM endete eine Serie von 18 Spielen ohne Niederlage. Hinter Frankreichs starkem Sturmtrio lauern Paul Pogba, N'Golo Kanté von Englands Sensationsmeister Leicester City und Blaise Matuidi. Die Zeichen stehen auf bedingungslose Offensive. "Wir müssen starten wie Rennpferde, die aus der Box kommen, und sofort zu 100 Prozent da sein", forderte Deschamps.

Der Gegner hat sich auf einen Sturmlauf des Favoriten eingestellt. "Ich erwarte die Franzosen zu Beginn sehr aggressiv", sagte der rumänische Nationaltrainer Anghel Iordanescu. "Auf unseren Spielern wird sehr viel Druck lasten, im Stadion werden fast nur Fans von Frankreich sein." Verstecken werde sich seine Mannschaft vor den Franzosen aber nicht. "Wir wissen um ihre Stärke, aber wir treten an, um zu gewinnen", kündigte Innenverteidger Vlad Chiriches, der sein Geld in Italien beim SSC Neapel verdient, selbstbewusst an.

Abgeschottet von der Öffentlichkeit

Bei der EM 2008 in Österreich und der Schweiz hatte Rumänien Frankreich ein 0:0 abgetrotzt. "Wir haben noch nichts geleistet", mahnt Hugo Lloris, Torhüter und Kapitän der Equipe tricolore. Als Favorit fühle man sich nicht.

Didier Deschamps beim Training im Stade de France (Foto: picture-alliance/dpa/G. Licovski)

Didier Deschamps (r.) und sein Team stehen unter hohem Erwartungsdruck

Im zweiten Gruppenspiel trifft der EM-Gastgeber am Freitag kommender Woche in Marseille auf Albanien. Im letzten Vorrundenspiel am 19. Juni in Lille warten die schwer auszurechnenden Schweizer. Umso wichtiger ist für Frankreich ein Sieg in der Auftaktpartie, weiß auch Trainer Deschamps: "Das Spiel ist nicht entscheidend, aber es ist sehr wichtig."

In den letzten Tagen vor dem Turnierstart hatte Deschamps seine Mannschaft im EM-Quartier in Clairefontaine, 50 Kilometer von Paris entfernt, abgeschottet von der Öffentlichkeit vorbereitet. Zur Einstimmung war auch Staatspräsident Francois Hollande vorbeigekommen und hatte den Spielern versichert, dass für die Sicherheit bei der EM alles getan sei.

Bevor der Ball im mit 80.000 Zuschauern ausverkauften Stade de France rollt, wird es eine knapp viertelstündige Eröffnungsfeier geben. Hunderte Tänzer werden in bunten Kostümen unter anderem einen Cancan zeigen. Der französische Star-DJ David Guetta wird gemeinsam mit der schwedischen Popsängerin Zara Larsson den offiziellen EM-Song "This One's For You" präsentieren.

sn/asz (sid, dpa)

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