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Kultur

Widersprüchliche Meldungen aus Palmyra

Nach Angaben eines Provinzgouverneurs haben Mitglieder des sogenannten "Islamischen Staats" (IS) in einem Museum der syrischen Stadt Skulpturen zerschmettert. Der IS versucht, die Beschuldigungen mit Fotos zu widerlegen.

Bei den angeblich zerstörten Kulturgütern handle es sich vor allem um antike Statuen, sagte der Chef der Provinz Homs, Talal Barazzi, der Deutschen Presse-Agentur (dpa) am Mittwoch. Er fügte hinzu: "Wir haben unbestätigte Berichte erhalten, dass auch einige Statuen im Baal-Tempel zerstört worden sind." In der radikalen Auslegung des Islam sind figürliche Darstellungen verboten.

Der Islamische Staat versucht indes, die Unversehrtheit der Statuen zu beweisen. Meldungen der Nachrichtenagentur Reuters zufolge hat der IS am Donnerstag auf diversen Islamisten-Websites Fotos veröffentlicht, die die unbeschädigten Statuen zeigen sollen.

Der IS hat die historische Oasenstadt vor knapp einer Woche von Regimetruppen erobert. Die gleichnamige Ruinenstätte gehört zum Unesco-Weltkulturerbe und gilt als eine der bedeutendsten Kulturstätten im Nahen Osten. Im Nordirak hatten IS-Anhänger im Frühjahr Kulturstätten vernichtet, darunter die Ruinen der Jahrtausende alten Stadt Nimrud.

pj/suc (dpa/reuters)

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