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Aktuell Afrika

WHO schlägt Ebola-Alarm

Die Ebola-Epidemie in Westafrika beunruhigt die Weltgesundheitsorganisation. Die Zahl der Todesfälle steigt und steigt - und das tödliche Virus droht sich weiter auszubreiten. Ist auch Europa in Gefahr?

Der jüngste Ebola-Ausbruch sei "eine der größten Herausforderungen", seit das todbringende Virus vor 40 Jahren zum ersten Mal auftauchte, erklärte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf. In Guinea starben nach ihren Angaben bereits mehr als 100 Menschen an der hochansteckenden Infektion, in Liberia wurden zehn Ebola-Tote gezählt. In Ghana, Sierra Leone und Mali meldeten die Behörden bereits Verdachtsfälle.

"Wir haben bislang nie Ausbrüche in diesem Teil von Afrika gehabt", sagte WHO-Experte Keiji Fukuda. Dutzende Fachleute seien in die Region geschickt worden, um bei der Eindämmung der Epidemie zu helfen. Bisher war das Virus fast ausnahmslos in Zentralafrika aufgetreten.

Keine Impfung, keine Therapie

Ebola gehört zu den ansteckendsten Krankheiten weltweit und endet meist tödlich. Das Virus wird durch Blut und andere Körperflüssigkeiten übertragen. Symptome sind schweres Erbrechen und Durchfall, Fieber, eingeschränkte Nieren- und Leberfunktionen sowie innere und äußere Blutungen. Bisher gibt es weder eine Impfung noch eine Therapie. Zu den ersten nachgewiesenen Ebola-Ausbrüchen kam es laut WHO 1976 im Sudan und im damaligen Zaire, der heutigen Demokratischen Republik Kongo. Im Jahr 2000 meldete Uganda die bisher größte Epidemie, die sich über weitere Länder ausbreitete. Mehr als tausend Menschen starben.

Deutsche Virologen gehen allerdings nicht davon aus, dass das Virus in die westliche Welt eingeschleppt wird. Infizierte würden sehr schnell sehr krank und seien nicht reisefähig. Zudem gebe es Isolierstationen für Patienten, die erst im Flugzeug auffällig werden.

wa/det (afp, dpa, epd)

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