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Wissen & Umwelt

WHO rät zur Vorsicht bei E-Zigaretten

E-Zigaretten sind Trend und werden als "gesündere" Alternative zum Tabakrauchen gepriesen. Doch die WHO warnt davor, sie zu verharmlosen. Die gesundheitlichen Folgen seien zum großen Teil noch unerforscht.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat sich dafür ausgesprochen, keine E-Zigaretten an Minderjährige zu verkaufen und den elektronischen Glimmstängel - wie die Tabak-Zigaretten - aus geschlossenen, öffentlichen Räumen zu verbannen. Zwar sei der Wasserdampf der E-Zigaretten, ob mit oder ohne Nikotin, sicher weniger gesundheitsschädigend als Tabakprodukte, doch die zugesetzen Aromastoffe seien weder erforscht noch ausreichend kontrolliert.

Deswegen seien E-Zigaretten auch potenziell gefährlich für ungeborene Kinder. Der Dampf könnte sogar Einfluss auf die Entwicklung des Gehirns haben, mutmaßen Experten der WHO.

Für das Argument, E-Zigaretten würden Rauchern den Ausstieg erleichtern, gebe es bislang keine hinreichenden Belege. Vielmehr haben manche WHO-Experten die Tabakindustrie im Verdacht, neue Geschäftsfelder erschließen zu wollen.

Flüssigkeit statt Tabak

Eine E-Zigarette besteht aus drei Teilen: einem aufladbaren Akku, einer austauschbaren Kartusche, in der Flüssigkeit - das Liquid - enthalten ist, und einem elektrisch betriebenen Verdampfer. Der Dampf ist meist aromatisiert und mit Nikotin angereichert.

Zieht man an der Zigarette, leuchtet manchmal dort, wo bei echten Zigaretten die Glut glimmt, eine kleine rote Leuchtdiode auf. Dabei verdampft jedes Mal ein Teil der Flüssigkeit. Kleine Wölkchen quellen aus dem Mund - wie bei echten Zigaretten. Nur stinkt es nicht. Denn es ist kein Rauch, der da entweicht, sondern Dampf.

Das Liquid ist mit Aromen angereichert, die den typischen Tabakgeschmack imitieren sollen. Wenn gewünscht, können dem Liquid auch andere Geschmacksrichtungen beigemischt werden: etwa Minze, Vanille oder Schokolade. Der Anteil des Nikotins kann selbst bestimmt werden.

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