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Gesundheit

WHO fordert sauberes Wasser für alle Menschen

Schmutziges, verdrecktes Wasser macht krank. Allein an Durchfallerkrankungen sterben nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO jedes Jahr rund eine halbe Million Menschen.

Durch verschmutztes Wasser drohten unzählige Menschen an Cholera, Ruhr, Typhus oder Polio zu erkranken, heißt es in einem neuen Bericht der WHO zum Thema. Die Leiterin der WHO-Abteilung für öffentliche Gesundheit, Maria Neira, warnte bei der Vorstellung der Studie, verunreinigtes Wasser sei auch ein wesentlicher Faktor für den Ausbruch tropischer Krankheiten, dazu gehörten Infekte durch Darmwürmer, Bilharziose und Bindehautentzündungen.

Neira forderte die internationale Gemeinschaft auf, dringend mehr Geld in den Zugang zu sauberem Wasser zu investieren. In vielen Ländern seien die Zustände katastrophal. Fast zwei Milliarden Menschen nutzten mit Fäkalien verunreinigtes Wasser und sie riskierten damit Krankheit und Tod, so die WHO-Vertreterin.

UN-Ziel rückt in weite Ferne

Die Vereinten Nationen hatten in ihren nachhaltigen Entwicklungszielen 2015 unter anderem vereinbart, dass bis 2030 weltweit allen Menschen der Zugang zu sicherem und bezahlbarem Wasser gewährleistet sein soll. Dieses Ziel dürfte laut dem nun vorgestellten Bericht zur Wasserqualität weltweit doch weit verfehlt werden, sollte die Staatengemeinschaft ihre Investitionen nicht radikal erhöhen.

Dem UN-Papier zufolge steigerten die Länder ihre durchschnittlichen Ausgaben für Wasser, Sanitäreinrichtungen und Hygiene in den vergangenen drei Jahren zwar durchschnittlich um 4,9 Prozent. Doch räumen 80 Prozent der Staaten ein, dass sie damit ihre selbstgesteckten Ziele nicht erfüllen.

Das Dreifache müsste es sein

Nach einer Schätzung der Weltbank müssten die weltweiten Investitionen in Infrastruktur jährlich um das Dreifache auf dann 114 Milliarden Dollar (107 Milliarden Euro) erhöht werden, um die Entwicklungsziele zu erreichen. Dies sei eine Herausforderung, die lösbar sei, erklärte der Chef von UN-Wasser und Generaldirektor der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), Guy Ryder. Mehr Investitionen in Wasser und sanitäre Anlagen könnten wesentliche Gewinne für die menschliche Gesundheit und Entwicklung einbringen sowie Arbeitsplätze schaffen.

haz/uh (afp)

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