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Wirtschaft

WhatsApp wird für Facebook teurer

19 Milliarden Dollar sollte der Kauf des Kurznachrichtendienstes WhatsApp ursprünglich kosten. Nun muss Facebook noch ein paar Milliarden drauflegen.

Nun ist es ganz offiziell: Der Kurzmitteilungsdienst WhatsApp mit mehr als 600 Millionen Nutzern gehört jetzt zum weltgrößten Online-Netzwerk Facebook. Der Kaufpreis für das Start-up liegt nach der Freigabe der Kartellbehörden in den USA und Europa bei 21,8 Milliarden Dollar. Das entspricht umgerechnet rund 17,5 Milliarden Euro. Der Kaufpreis geht aus Börsendokumenten hervor.

Bei der Ankündigung der Übernahme im Februar war noch von maximal 19 Milliarden Dollar die Rede.

Grund für die Verteuerung ist der gestiegene Kurs von Facebook. Der größte Teil der Übernahme wird nämlich nicht in bar, sondern in Aktien abgewickelt.

So zahlt Facebook lediglich knapp 4,6 Milliarden Dollar des Kaufpreises in bar. Der Rest wird in Form von Anteilen fällig. Das heißt: Knapp 224 Millionen Facebook-Aktien gehen an die Besitzer und Mitarbeiter von WhatsApp - und diese Aktien sind nun infolge des gestiegenen Kurses mehr wert.

Aktien statt Gehalt

Allein WhatsApp-Mitbegründer und Chef Jan Koum erhält über einen Zeitraum von vier Jahren rund 25 Millionen Facebook-Anteile im Wert von zwei Milliarden Dollar, hieß es in einer Pressemitteilung von Facebook vom Montag.

Damit solle Koum ans Unternehmen gebunden werden. Er soll WhatsApp weiterhin leiten. Im Gegenzug soll Koum künftig nur einen Dollar Jahresgehalt erhalten.

Facebook hatte die Übernahme von WhatsApp im Februar angekündigt. Vergangenen Freitag hatte nach den US-Wettbewerbsbehörden auch die EU-Kommission ihre Zustimmung erteilt.

jw/zdh (afp, dpa)