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Podcast Wirtschaft

Wettlauf um die Krisenlösung: 1:0 für Notenbanken

Am Tag nach der konzertierten Aktion der großen Zentralbanken +++ Wie der Bundesfinanzminister der Krise begegnen will +++ BMW und Toyota planen eine enge Zusammenarbeit +++ Thailand: Festplattenproduktion im Hochwasser

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Gestern haben in Brüssel die Finanzminister der Europäischen Union darüber beraten, was die Gemeinschaft gegen die Staatsschuldenkrise unternehmen will. Noch während die Politiker zusammen saßen und debattierten, blies an den Aktienmärkten ein frischer Wind übers Parkett. Als sei der kommende Winter schon vorbei, atmeten die Händler auf und orderten, was das Zeug hielt. Der Dax ging auf einen kleinen, aber bemerkenswerten Höhenflug. Doch nicht die Finanzminister hatten für diese Euphorie gesorgt, sondern die Notenbanken. Einige Zentralbanken, darunter die US-amerikanische und die Europäische Zentralbank, hatten Geld in den Markt gepumpt, der Handel florierte wieder. Wer ist denn nun für die Krisenintervention zuständig? Die Politiker oder die Notenbanker

Die Politiker, die der Krise Herr werden wollen, haben sich ja schon eine Menge einfallen lassen: Kleine und große Rettungsschirme und Appelle ohne Zahl an jene Länder, die von ihren Schulden gerade erdrückt werden. Gebracht hat das bislang wenig – kaum war ein Beschluss gefasst, wurde er von der Dynamik der Märkte gleich wieder hinweggeweht. Das soll nun besser werden. Gestern haben die Finanzminister in Brüssel die Voraussetzung geschaffen, dass beim EU-Gipfel in der nächsten Woche ein neues Paket zur Eurorettung geschnürt werden kann. Ob sie die Krise dann in den Griff bekommen? Nach dem gestrigen Ministertreffen hat sich der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble dazu geäußert.

In den letzten Wochen ist einiges über das Verhältnis von Volkswagen auf der einen Seite und Suzuki auf der anderen Seite bekannt geworden. Die Zusammenarbeit dieser beiden Autokonzerne ist grandios gescheitert. Nun versuchen es zwei andere große Autobauer miteinander. BMW aus den Autoland Deutschland und der japanische Autokonzern Toyota, immerhin der Branchenführer, haben sich auf eine Zusammenarbeit geeinigt.

In Thailand geht das Hochwasser langsam zurück. Seit Monaten herrschen in dem fernöstlichen Land teilweise katastrophale Zustände. Die Monsunregen dieses Jahres haben zu den schlimmsten Überschwemmungen seit über 50 Jahren geführt. Das Wasser hat seit dem Juli mehr als 600 Menschen das Leben gekostet. Außerdem verursachte die Naturkatastrophe wirtschaftliche Schäden, die noch gar nicht zu beziffern sind. Besonders die Festplatten-Industrie und ihre Zulieferer sind stark betroffen. Das hat Auswirkungen auf die Preisentwicklung - weltweit. So spüren wir die Folgen bereits jetzt im Weihnachtsgeschäft.

Moderation: Dirk Ulrich Kaufmann

Redaktion: Henrik Böhme

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