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Aktuell Asien

Westerwelle zu Blitzbesuch am Hindukusch

Der Bundesaußenminister ist zu einem eintägigen Besuch in die afghanische Hauptstadt Kabul gereist. Er will an einer Regionalkonferenz zur Zukunft des Landes teilnehmen, aber auch Gespräche mit Präsident Karsai führen.

Die Teilnehmer der Konferenz wollen darüber beraten wie nach dem für 2014 geplanten Abzug der NATO-Truppen die Stabilität der Region gesichert werden kann. "Wo Deutschland hierzu einen Beitrag leisten kann, wird es das tun", sagte ein Sprecher der Auswärtigen Amtes aus Anlass der Reise von Bundesaußenminister Guido Westerwelle, die - wie in diesen Fällen üblich – nicht angekündigt war.

An dem Treffen nehmen die 15 afghanischen Nachbarstaaten teil, darunter auch Pakistan. Dem Land wird vorgeworfen, Aufständischen als Rückzugsort zu dienen. Es werden auch Delegationen aus dem Iran, Usbekistan, Indien, China und Russland erwartet.

Istanbul – Kabul - Tokio

Die Regionalkonferenz ist die zweite dieser Art, der Auftakt fand im November 2011 in Istanbul statt. Eine Stabilisierung Afghanistans ohne die Unterstützung der einflussreichen Nachbarländer gilt als unmöglich. Anfang Juli soll ein weiteres Treffen in Tokio stattfinden, auf dem es um den zivilen Wiederaufbau Afghanistans geht.

Westerwelle wird auch mit dem afghanischen Präsidenten Hamid Karsai sprechen. Dabei werde es vor allem um die Fortschritte bei der Übergabe der Sicherheitsverantwortung an die Afghanen und den Abzug der Kampftruppen gehen, so der Sprecher Westerwelles. Deutschland ist drittgrößter Truppensteller und drittgrößter ziviler Geberstaat in Afghanistan. Ein Besuch Westerwelles bei der Bundeswehr steht diesmal nicht auf dem Programm. Es ist bereits sein sechster Besuch am Hindukusch.

fab/wl (dpa,afp)