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Aktuell Nahost

Westerwelle warnt vor Eskalationsspirale

Waren Waffen an Bord des "Syrian"-Airbus? Der Streit um die von der Türkei zur Landung gezwungene Maschine und ihre Fracht hält an. Außenminister Westerwelle rief zu Besonnenheit auf.

Angesichts der Spannungen zwischen der Türkei und Syrien hat Außenminister Guido Westerwelle vor einer "Eskalationsspirale" gewarnt. An deren Ende könne ein Flächenbrand stehen, "der die gesamte Region anzünden kann", mahnte Westerwelle auf seiner dreitägigen China-Reise aus Peking. Auf dem Rückweg werde er einen Zwischenstopp in Istanbul einzulegen, um seinen türkischen Amtskollegen Ahmet Davutoglu zu treffen.

Unklare Fracht

Unterdessen berichteten russische Medien unter Berufung auf Quellen in der russischen Waffenexportindustrie, an Bord der Maschine hätten sich zwölf Kisten mit Radaranlagen zur Raketenabwehr befunden. Die türkische Regierung hat laut Medienberichten einen NATO-Waffenexperten hinzugezogen, der die Fracht des abgefangenen Flugzeugs untersuchen soll.

Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan blieb bei seiner Aussage, bei der beschlagnahmten Fracht handele es sich um Rüstungsgüter. Die syrische Führung hatte dies von Anfang an bestritten und Erdogan als Lügner bezeichnet.

Unterstützung aus den USA

Unterdessen hat die US-Regierung sich hinter die Regierung in Ankara gestellt. Die USA unterstützten die Entscheidung der türkischen Regierung, das Flugzeug zu untersuchen, sagte Außenamtssprecherin Victoria Nuland. Ob sich wirklich militärisches Material an Bord der Maschine befunden habe, könnte sie zwar nicht bestätigen, sagte die Sprecherin. Aber es sei grundsätzlich besorgniserregend, wenn das Regime von Syriens Präsident Baschar al-Assad mit Waffen versorgt würde.

Das Passagierflugzeug der "SyrianAir" war am Mittwochabend auf dem Weg von Moskau nach Damaskus im türkischen Luftraum von Kampfjets abgefangen und zur Landung in Ankara gezwungen worden.

vf, det (afp/dpa)

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