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Politik & Gesellschaft

Westerwelle verteidigt Kurs zur Euro-Rettung

Bundesaußenminister Guido Westerwelle hat bei seinem Besuch in Washington den Kurs Deutschlands in der Euro-Krise gegen Kritik aus den USA verteidigt.

Außenminister Westerwelle und seine US-Kollegin Clinton in Washington (Foto: AP)

Außenminister Westerwelle und seine US-Kollegin Clinton in Washington

Die Schuldenkrise könne nur mit Haushaltsdisziplin und Strukturreformen bekämpft werden, betonte Westerwelle in einer Rede im renommierten Forschungsinstitut Brookings. Europa habe sich entschieden, die Symptome der Krise nicht dadurch zu mildern, indem Schulden mit mehr Schulden bekämpft würden. Europa sei "ein starker und dynamischer Kontinent", erklärte der Außenminister: "Ich bin fest davon überzeugt, dass wir aus dieser Krise stärker herauskommen."

Unterstützung durch Clinton

US-Außenministerin Hillary Clinton unterstützte bei einem Treffen mit Westerwelle die deutsche Führungsrolle bei der Bewältigung der Euro-Krise. "Wir stehen hinter den deutschen Entscheidungen, den deutschen vertrauensbildenden Maßnahmen und der deutschen Führungsrolle", betonte die US-Chefdiplomatin. "Unsere europäischen Partner haben, angeführt von Deutschland, ein solides Fundament für eine Erholung geschaffen."

Westerwelle bekräftigte die Entschlossenheit der EU, den Iran im Konflikt um dessen Atomprogramm mit neuen Sanktionen weiter unter Druck zu setzen. Europa will am Montag unter anderem ein Ölembargo gegen Teheran verhängen. Clinton legte dar, dass die USA von der EU zusätzliche Sanktionen erwarten würden. Beide Außenminister erklärten aber, dass die Tür für Verhandlungen offen bleibe. "Wir suchen keinen Konflikt mit dem Iran", unterstrich Clinton.

wl/qu (dpa,dapd,rtr,afp)