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Aktuell Nahost

Westerwelle stellt sich hinter Kopten

Bundesaußenminister Westerwelle trifft heute den Chef des herrschenden Militärrats, Feldmarschall Tantawi. Zum Auftakt seines Ägypten-Besuchs hatte er sich bei Begegungen mit Kopten für religiöse Toleranz ausgesprochen.

Westerwelle ( l.) in Kairo bei einer Kirchenbesichtigung neben einem koptischen Priester (Foto:dpad)

Zum Auftakt seines Besuchs in Ägypten war Westerwelle zu Gast in der Kopten-Gemeinde

Hauptthemen bei den Gesprächen mit der Militärführung Ägyptens dürften die Lage im Lande ein Jahr nach dem Sturz des Präsidenten Husni Mubarak, die Eskalation in Syrien, der Nahostkonflikt und der Atomstreit mit dem Iran sein. Nach dem Treffen mit dem Vorsitzenden des Obersten Militärrats, Feldmarschall Hussein Tantawi, stehen für Westerwelle auch Treffen mit Vertretern der Übergangsregierung und verschiedener Parteien auf dem Programm in Kairo.

Am Montag war der FDP-Politiker zum Auftakt seines Besuch in das alte Christenviertel in der Hauptstadt gekommen. Er warb dort für den Schutz religiöser Minderheiten und freie Religionsausübung. Im islamisch geprägten Ägypten lebt eine christliche Minderheit von rund acht Millionen Kopten. Das Verhältnis zwischen Moslems und Christen ist nicht spannungsfrei.

Blutige Zusammenstöße

Im vergangenen Jahr hatte es mehrfach massive Zusammenstöße gegeben. Im Mai setzten Muslime eine koptische Kirche in Brand. Bei anschließenden Straßenschlachten zwischen Muslimen und Christen wurden mindestens zwölf Menschen getötet. Im Oktober starben bei Kämpfen zwischen Christen, Soldaten und muslimischen Schlägertrupps mindestens 26 Menschen.

Am Abend reist Westerwelle weiter nach Israel. Am Mittwoch will er auch die palästinensischen Gebiete besuchen.

sc/wa (dpa,dapd,kna,epd)

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