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DW Nachrichten

Westerwelle sieht Kraftzentren in Asien

Deutschlands Außenminister auf Asientour: Guido Westerwelle macht Station in Singapur. Dort will er die Beziehungen zur aufstrebenden Macht stärken. Und trotz Höhenangst wagte er sich ganz nach oben.

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Der deutsche Außenminister ist auf seiner dritten Südostasienreise innerhalb von zwölf Monaten. Im Gespräch mit seinem Kollegen Kasiviswanathan Shanmugam aus Singapur sagte Westerwelle, die Bundesregierung verfolge klare politische Ziele. "Ich bin nicht hier, um nur Türen für die Wirtschaft zu öffnen", machte er deutlich und wies darauf hin: "Die Bundesregierung hat die strategische Entscheidung getroffen, die Zusammenarbeit mit den aufstrebenden Mächten in Südostasien zu stärken." Dazu zählten seit langem Singapur, aber jetzt auch Indonesien und die Philippinen.

Diplomatie und Dialog

Zum Thema Territorialstreit im Südchinesischen Meer wollte sich der Gast aus Deutschland nicht direkt äußern. Er vermied bewusst die Bezeichnung "Südchinesisches Meer" und sprach von "Regionalgewässern". China beansprucht zahlreiche kleine Inseln für sich, die auch die Philippinen, Vietnam und Malaysia als Eigentum betrachten. In der Region werden Bodenschätze vermutet. Immer wieder kommt es zu Spannungen zwischen Fischerei- und Aufklärungsbooten. Die Philippinen haben die Schlichtung des Streits von einem internationalen Schiedsgericht vorgeschlagen. China hat sich dazu noch nicht geäußert.

Europa habe selbst viele Probleme gehabt und gelöst und viel daraus gelernt, sagte Westerwelle diplomatisch. "Der Fokus muss sein, jede Kontroverse gemeinschaftlich zu lösen: Was zählt, sind Dialog und Zusammenarbeit."

An diesem Sonntag führt der Außenminister in Indonesien politische Gespräche.

se/haz (dpa)