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Aktuell Asien

Westerwelle sagt Pakistans Premier Sharif deutsche Hilfe zu

Der deutsche Außenminister war kurz in Afghanistan und Pakistan. Beiden Ländern versprach er wirtschaftliche Unterstützung. Angesichts des Truppenabzugs wolle man alles tun, um Stabilität in der Region zu fördern.

Als erster westlicher Außenminister traf Guido Westerwelle in Islamabad den gerade vereidigten Ministerpräsidenten Nawaz Sharif (Artikelbild). Pakistan wird bei der Stabilisierung der gesamten Region eine Schlüsselrolle zugeschrieben. Der politische Neuanfang bietet nach Einschätzung des Auswärtigen Amts "Gelegenheiten" zu einem  besseren Krisenmanagement. Der Bundesaußenminister sagte der neuen pakistanischen Regierung Unterstützung bei der Belebung der maroden Ökonomie des Landes zu - und erhielt Zusagen für eine gute Kooperation, vor allem mit Blick auf die brisante Situation am Hindukusch.  

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Westerwelle in Afghanistan und Pakistan

Westerwelle und Premier Sharif vereinbarten die baldige Vorbereitung einer Investorenkonferenz für Pakistan in Deutschland, wie aus der deutschen Delegation bekannt wurde. Zudem soll eine neu zu gründende deutsch-pakistanische Handelskammer den Warenaustausch fördern. Sharif habe betont, dass er in seiner Wirtschaftspolitik vor allem auf den Privatsektor setzen wolle und schnell Anreize für Investitionen im Energiebereich schaffen wolle, hieß es weiter. Die Wirtschaftspolitik war eines der Schwerpunktthemen im Wahlkampf Sharifs, der auf eine Karriere als Unternehmer zurückblickt.

Dubiose Haltung zu den Taliban

Auch auf dem Gebiet der regionalen Krisenpolitik wollen Deutschland und Pakistan enger zusammenarbeiten. Sharif habe Westerwelle versprochen, eine "konstruktive Rolle" in den Beziehungen zu Afghanistan zu spielen - insbesondere auch nach dem für Ende 2014 geplanten Abzug der ausländischen Kampftruppen. Armee und Geheimdienst in Pakistan sehen sich seit Jahren mit dem Vorwurf konfrontiert, mit den radikalislamischen Taliban gemeinsame Sache zu machen, während sich die pakistanische Regierung meist als Verbündeter des Westens gibt.

Westerwelle hatte zuvor für einige Stunden Station in der afghanischen Hauptstadt Kabul gemacht. Bei einem Treffen mit Präsident Hamid Karsai verlangte er mehr demokratische Fortschritte und einen härteren Kampf gegen Korruption. Der FDP-Politiker stellte auch hier deutsche Wirtschaftshilfe in Aussicht, zum Wiederaufbau und zur Festigung von Staat und Verwaltung. 

Westerwelles Gesamteinschätzung: "Die Lage ist unverändert sehr schwierig". Und es werde noch "weitere Rückschläge" geben...  

 SC/rb (afp, dpa)          

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