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Aktuell Asien

Westerwelle preist China

Anlass seiner Reise nach China ist der 40. Jahrestag der Aufnahme diplomatischer Beziehungen. Um diese noch zu verbessern, lässt Bundesaußenminister Westerwelle die Volksrepublik in die "Champions League" aufsteigen.

China und die Bundesrepublik unterhalten seit dem 11. Oktober 1972 - also exakt seit vier Jahrzehnten - diplomatische Beziehungen. Dieses runde Jubiläum soll an diesem Donnerstag mit einem Festakt in Peking gefeiert werden. Grund genug für Außenminister Guido Westerwelle, in die chinesische Hauptstadt zu reisen.

Syrien, Iran, Korea...

Doch Westerwelle wird in Peking auch politische Gespräche führen. Dabei im Mittelpunkt: der Syrien-Konflikt und der Atomstreit mit dem Iran. Nach einem ersten Treffen mit Außenminsiter Yang Jiechi rief der Gast aus Deutschland China und Japan auf, ihren Streit um einige unbewohnte Inseln im Ostchinesischen Meer friedlich beizulegen. Nach Angaben des Auswärtigen Amtes in Berlin will Westerwelle zudem die Menschenrechtslage in China thematisieren.

Auf dem Programm des deutschen Außenministers steht auch eine Begegnung mit Vize-Ministerpräsident Li Keqiang, der schon bald an der Spitze der Regierung stehen könnte. Auf einem Parteitag wollen Chinas Kommunisten noch in diesem Jahr einen Generationswechsel vollziehen.

Viel Lob

Das Verhältnis zwischen Deutschland und China lobte Westerwelle als vorbildlich. "Wir haben es verstanden, die historischen Veränderungen der letzten vier Jahrzehnte und die Chancen der Globalisierung zu nutzen", schreibt er in einem Beitrag für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Donnerstagsausgabe). Die internationale Ordnung verändere sich "schneller als je zuvor", China sei "zu einer der prägenden Gestaltungsmächte des 21. Jahrhunderts aufgestiegen." Berlin sei es in dieser Situation gelungen, mit Peking eine "strategische Partnerschaft" aufzubauen, beide Staaten spielten "erfolgreich in der Champions League der Globalisierung". Ziel der deutschen Außenpolitik sei es nun, "neue Partnerschaften" mit wichtigen neuen Spielern der Weltpolitik einzugehen, "ohne hierüber unsere alten Partnerschaften aus den Augen zu verlieren".

wa/re (afp, dapd, dpa)