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Fußball

Werder stolpert in die Königsklasse

Die Bundesliga wird in der neuen Saison mit drei Vereinen in der Champions League vertreten sein: Neben Meister Bayern und Vizemeister Schalke hat es auch Bremen geschafft. Werder reichte ein 2:3 n.V. in Genua.

Bremer Spieler jubeln beim Spiel gegen Sampdoria Genua (Foto: AP)

Weiter trotz Niederlage: Werder

Was für ein Kampf, was für ein Nervenspiel! Markus Rosenberg und Claudio Pizarro haben die Bremer in die Champions League geschossen. In einem hoch dramatischen und bis zur Mitte der Verlängerung völlig offenen Spiel reichte Bremen am Ende eine 2:3 (1:3, 0:2)-Niederlage nach Verlängerung, um in die Gruppenphase der Königsklasse einzuziehen. "Ich weiß nicht, warum wir das immer so spektakulär machen müssen", sagte der sichtlich erleichterte Werder-Trainer Thomas Schaaf. "Das war wieder eine besondere Nummer heute."

Bremer Vorsprung nach 13 Minuten futsch

Giampaolo Pazzini macht sein erstes Tor gegen Werder (Foto: AP)

Drei Mal getroffen gegen Werder: Pazzini (l.)

Es war ein spannendes, für Bremen über weite Strecken aber auch furchtbares Spiel. Angetrieben von einem famosen Publikum spielte Genua von Beginn an mit viel Leidenschaft auf und machte großen Druck auf das Tor. Das Engagement wurde mit einem Doppelschlag von Giampaolo Pazzini (8./13.) belohnt - genau der Spieler, der mit seinem Last-Minute-Treffer aus dem Hinspiel seine Mannschaft wieder hatte hoffen lassen. Nach 13 Minuten also hatte Werder den 3:1-Vorsprung aus dem Hinspiel schon verspielt und das mit 36.536 Zuschauern ausverkaufte Stadion Luigi Ferraris bebte. Die vermeintliche Entscheidung brachte das Tor zum 3:0 durch Antonio Cassano (85.).

Ohne die Stammkräfte Hugo Almeida (Oberschenkelverletzung), Aaron Hunt (Grippe) und vor allem Abwehrchef Naldo sahen die Bremer lange Zeit wie die Verlierer der Qualifikation aus. Fast jeder Angriff der Italiener riss Löcher in die Defensive. Doch Joker Rosenberg drehte in der Nachspielzeit das Spiel und leitete den nicht mehr für möglich gehaltenen Einzug in die Champions League ein.

15 Millionen Euro für die Bremer Kasse

Marko Marin, links, und Bremens Claudio Pizarro jubeln (Foto: AP)

Torjäger Pizarro und sein quirliger Vorbereiter Marin

Der Treffer von Pizarro (100.) nach Vorlage von Marko Marin entschied das Spiel, die zuvor noch tobenden italienischen Fans waren plötzlich still. Bremen darf sich nun über 15 Millionen Euro mehr in die Vereinskasse freuen. "Wir haben schon im Kopf, was wir machen können", ließ Werder-Manager Klaus Allofs schon vor dem Spiel verlauten. Vor allem im Defensivbereich soll eventuell noch nachgebessert werden. Nach dem überlegenen 4:0-DFB-Pokal-Erfolg über Rot Weiß Ahlen wären die Bremer eigentlich im Soll, nur in der Bundesliga hapert es noch: Werder hatte den Auftakt gegen Hoffenheim mit 1:4 verpatzt.

Wer kommt als nächstes?

Klaus Allofs, Manager Werder Bremen (Foto: AP)

Allofs freut sich über Millionen-Einnahmen

Wie weit die Bremer Reise in Europa gehen könnte, wird die Auslosung der Gruppen (Donnerstag, 26.08.2010) entscheiden. In der Gruppenphase kämpfen 32 Mannschaften in acht Blöcken zu je vier Teams um den Einzug in das Achtelfinale. Doch selbst wenn es dafür nicht reichen sollte, gibt es noch ein Trostpflaster: Die acht Gruppen-Dritten rutschen in die UEFA Europa League, den früheren UEFA-Pokal.

Autorin: Olivia Fritz
Redaktion: Arnulf Boettcher

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