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Sport

Werder Bremen zum fünften Mal Herbstmeister

Bis zum Schluss war es ein spannendes Rennen um den inoffiziellen Titel des Herbstmeisters. Jetzt führt Werder Bremen nach einem Sieg gegen Wolfsburg und wurde so zum selbsternannten "Weihnachtsmeister 2006".

Werder-Spieler umarmen sich (Quelle: AP)

Jubel bei Werder

Mit dem 2:1 gegen den VfL Wolfsburg und 36 Zählern zogen die Hanseaten in einem dramatischen Hinrunden-Finale dank der besseren Tordifferenz noch am punktgleichen FC Schalke 04 vorbei. Erste Herausforderer des Top-Duos im Jahr 2007 sind Rekord-Titelträger Bayern München als Dritter (33) und der VfB Stuttgart (32) auf Platz vier.

Bayern hofft auf Meisterschaft


Bundesliga 17. Spieltag 1.FSV Mainz 05 gegen FC Bayern München Oliver Kahn

Daumen hoch für Bayern München: Der Titelverteidiger schob sich auf Platz drei vor

Die Bayern (4:0 beim FSV Mainz 05) und die Schalker gaben sich im Titelrennen keine Blöße. Zwar beendeten die Münchner die Hinrunde nicht wie in den beiden Jahren zuvor auf Platz eins, doch Manager Uli Hoeneß stört das nicht: "Die Herbstmeisterschaft war nie unser Ziel. Wir wollen am Ende oben sein. Aber Bremen und Schalke sind sehr harte Gegner für uns", sagte er. Man habe alles in der Hand, zumal Bremen und Schalke noch in München antreten müssen. "Wenn wir so spielen, brauchen wir uns keine Gedanken um den Titel zu machen. Dann werden wir ihn holen", sagte Bayern-Trainer Felix Magath.

Miese Stimmung an der Elbe und bei Borussia


Beim Hamburger SV und bei Borussia Mönchengladbach herrscht kurz vor Weihnachten keine Festtagsstimmung. Nach einer desaströsen Hinrunde müssen beide Traditionsclubs auf einem Abstiegsplatz überwintern. "Die Situation ist extrem kritisch", sagte HSV- Vorstandschef Bernd Hoffmann. Das dramatische 3:3 des HSV, der sich Sekunden vor dem Abpfiff in Aachen durch ein Eigentor von Bastian Reinhardt noch den Ausgleich einfing, war der unglückliche Höhepunkt nach einer rasanten Talfahrt des Bundesliga-Gründungsmitglieds.


Besart Berisha mit einem Kopfball. Quelle: AP.

Trotz vollem Einsatz ein miserabler Tabellenplatz. Hamburgs Besart Berisha mit einem Kopfball.

Mit nur einem Sieg in 17 Spielen stehen die Hanseaten am Abgrund und haben bereits vier Zähler Rückstand zum rettenden Ufer. Es ist offen, ob Chefcoach Thomas Doll zum Trainingsauftakt am 27. Dezember noch das Kommando hat. Hoffmann will "nach diesem desaströsen halben Jahr" die Situation "zügig, aber ohne Hast" analysieren.

Kette der sieglosen Spiele reißt nicht ab


Fast ebenso prekär ist die Lage in Mönchengladbach nach dem zehnten Spiel ohne Sieg. Mit dem 0:2 beim VfL Bochum rutschten die "Fohlen" erstmals seit acht Jahren zur Halbzeit wieder tief in den Keller. Trainer Jupp Heynckes führte am Samstag ein Gespräch mit Präsident Rolf Königs, weitere Unterredungen sollen folgen. "Der Club muss wissen, was das Beste ist", sagte Heynckes, der die Talfahrt in erster Linie auf das große Verletzungspech zurückführt und auf Verstärkungen in der Winterpause hofft. Aber er ist sich auch bewusst, "dass der Trainer zuerst verantwortlich ist".

In Mainz dürfte Jürgen Klopp trotz der bitteren Halbzeit-Bilanz (ein Sieg/11 Punkte) im Amt bleiben, es sei denn, er zöge selbst die Konsequenzen. "Das Beste ist, dass die Vorrunde vorbei ist", sagte der Trainer nach der Pleite gegen Bayern München. Die in 40 Tagen beginnende Rückrunde könnte für die vor zwei Jahren aufgestiegenen Mainzer zur Abschiedstournee werden. "Oder wir starten die wildeste Aufholjagd aller Zeiten", meinte Klopp.

Rost: "Kein Sitzfußballer"


Schalke und Trainer Mirko Slomka kamen trotz der zweitbesten Hinrunde der Clubgeschichte nie zur Ruhe. Nach vielen Turbulenzen sorgte der zum Ersatztorhüter degradierte Frank Rost zum Ende des sechswöchigen Medienboykotts für neue Misstöne und klagte im ZDF- Sportstudio über seine schon lange betriebene Demontage: "Ich bin 14 Jahre in der Bundesliga. Aber so etwas habe ich noch nicht erlebt." Rost zeigt wenig Neigung, sich mit der Rolle als Nummer zwei hinter Manuel Neuer zufrieden zu geben. "Ich bin kein Sitzfußballer."


Einen gelungenen Jahresausklang feierten der 1. FC Nürnberg (3:1 gegen Hannover 96) und Hertha BSC (1:0 gegen Eintracht Frankfurt). Stuttgart ist mit Trainer Armin Veh eine der positiven Saison- Überraschungen. Zwar gelang bei Energie Cottbus nur ein 0:0, doch der VfB hat sich als Verfolger des Spitzentrios etabliert. Bei Borussia Dortmund ist Bert van Marwijks Position nach dem 1:2 am Sonntag gegen Bayer Leverkusen noch schwächer geworden. Die Werksmannschaft rückte hinter Hertha BSC an die sechste Position vor.


Die Aufsteiger Aachen, Bochum und Cottbus beendeten die Vorrunde immerhin auf den Nicht-Abstiegsplätzen 13 bis 15, sind aber längst nicht über dem Berg. Bochum arbeitete sich mit Trainer Marcel Koller nach schwachem Saisonstart langsam nach oben, in Aachen und Cottbus ist die Tendenz umgekehrt.