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Bundesliga

Werder Bremen entlässt Trainer Alexander Nouri

Werder Bremen zieht die Reißleine: Nach zehn Spieltagen mit trostloser Bilanz ist die Zeit von Trainer Alexander Nouri beendet. Die Verantwortlichen des Tabellensiebzehnten sehen keine Perspektive mehr.

Am Ende ging es schnell: Der Montagmorgen war kaum ein paar Stunden alt, da war Bremens Trainer Alexander Nouri auch schon entlassen. Um kurz nach 10 Uhr kam die offizielle Bestätigung des Vereins. Der Tabellensiebzehnte der Bundesliga reagierte damit auf die anhaltende Talfahrt. Die Bremer hatten am Sonntag ihr Heimspiel gegen den FC Augsburg mit 0:3 (0:2) sang- und klanglos verloren und warten nach zehn Spieltagen weiter auf den ersten Sieg. Zudem hat Werder in der gesamten Bundesliga-Saison erst drei Tore erzielt.

"Alex hat in der vergangenen Saison eine sehr schwere Aufgabe übernommen und sie erfolgreich gemeistert. Dafür möchten wir uns bedanken. Er bringt alles mit, was einen erfolgreichen Trainer ausmacht. Ich bin sicher, dass er seinen Weg erfolgreich an anderer Stelle fortsetzen wird", sagte Bremens Geschäftsführer Frank Baumann. Nouri ist nach Andries Jonker vom VfL Wolfsburg und Bayern-Trainer Carlo Ancelotti der dritte Trainer in der laufenden Saison, der seinen Posten räumen muss. Der 38-jährige Nouri hatte im September 2016 die Nachfolge von Viktor Skripnik angetreten.

Nouri hatte sich am Morgen von der Mannschaft verabschiedet und das Vereinsgelände dann mit seinem Dienstwagen verlassen. Die Vorbereitung auf das Bundesliga-Spiel gegen Eintracht Frankfurt am kommenden Freitagabend übernimmt Werders U23-Trainer Florian Kohfeldt. Er wird unterstützt von seinem aktuellen Co-Trainer Thomas Horsch und von U 17-Co-Trainer Tim Borowski.

Fussball Werder Bremen II - Trainer Florian Kohfeldt (picture-alliance/Fotostand/Ellerbrake)

Florian Kohfeldt saß bereits neben Viktor Skripnik und Torsten Frings als Co-Trainer auf der Werder-Bank

"Wir sind der Überzeugung, dass dieses Trainerteam in den kommenden Tagen einen wichtigen Impuls setzen kann und die Verunsicherung in der Mannschaft auflösen kann", sagte Baumann.

Baumann zählt die Spieler an

"Die Leistung heute war zu desolat, dass man einfach zur Tagesordnung übergehen kann", hatte Baumann nach der Partie gegen den FCA gesagt. Man werde über den Trainer beraten. Eine Trennung von Nouri, so Baumann am Sonntag, sei vorstellbar. 

Scharfe Kritik gab es von Baumann aber auch am Auftritt der Spieler. Das Team habe nicht verstanden, dass es um den Klassenerhalt spiele. "Eine Mannschaft im Abstiegskampf präsentiert sich nicht so", sagte Baumann. Die höchste Saisonniederlage sei "definitiv den Spielern zuzuschreiben". Nouri habe die Mannschaft gut eingestellt, so Baumann. Die ansonsten treuen Werder-Fans hatten ihr Urteil da aber bereits gefällt: Sie riefen im Chor "Nouri raus!" und sangen spöttisch: "Oh, wie ist das schön".

Der angezählte Trainer hatte sich kämpferisch gegeben. "Ich bin mit voller Energie dabei", sagte Nouri am Sonntag. "Entscheidend ist, dass wir uns unter der Woche jetzt bestmöglich vorbereiten auf Frankfurt." 

asz/jhr (sid, dpa, Sport-Bild.de)

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