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Kultur

Werbung für's Rauchen

Die steigende Zahl von jugendlichen Rauchern ist auch auf den Einfluss von Tabakwerbung zurückzuführen. Zu diesem Ergebnis kommt jetzt eine Untersuchung der Professoren Stephan Weiland, Leiter der Abteilung Epidemiologie der Universität Ulm, und Ulrich Keil, Direktor des Instituts für Epidemiologie und Sozialmedizin der Universität Münster. Die Mediziner hatten das Rauchverhalten von zwölf bis 15 Jahre alten Jugendlichen in den Jahren 1994/1995 und 1999/2000 untersucht.

Dabei zeigte sich ein "ausgeprägter Zusammenhang zwischen der Häufigkeit des Rauchens und der Wertschätzung von Tabakwerbung", so die Forscher. Bei denjenigen, denen die Werbung nicht gefiel, betrug der Anteil der täglichen Raucher 3,2 Prozent. Dieser Anteil stieg bei Jugendlichen, denen die Werbung gelegentlich oder oft gefiel, auf 9,5 Prozent beziehungsweise auf 16,1 Prozent.

Angesichts dieser Ergebnisse fordern die Mediziner die Bundesregierung auf, ihre Haltung zum Verbot von Tabakwerbung zu ändern und der weltweiten Rahmenkonvention zur Tabakkontrolle der Weltgesundheitsorganisation beizutreten. Die Konvention wird weltweit von 170 Staaten akzeptiert. Deutschland widersetzt sich bislang einem Verbot von Tabakwerbung.
  • Datum 11.04.2003
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  • Permalink http://p.dw.com/p/3TyO
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