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Fußball

Werbeikone und Freistoßkünstler

Wohl kein Fußballspieler kommt bei den weiblichen Fans so gut an, wie Cristiano Ronaldo. Doch der Portugiese sieht nicht nur gut aus, er kann auch gut Fußball spielen. Als teuerster Spieler der Welt reist er zur WM.

Cristiano Ronaldo (Foto: dpa)

Schönster Fußballer der Welt?

Als Cristiano Ronaldo mit zwölf Jahren von seiner Heimatinsel Madeira, wo er für den Club Nacional Funchal gespielt hatte, in die Kaderschmiede des Hauptstadtclubs Sporting Lissabon wechselte, wurde er von den anderen Jugendlichen wegen seines starken Dialekts zunächst gehänselt. Dann aber überzeugte er alle Kritiker durch Leistung. Mit 17 Jahren debütierte er in Sportings erster Mannschaft. Schon bei seinem zweiten Ligaspiel steuerte er zwei Treffer zum 3:0-Sieg gegen Moreirense bei. Schnell gab es Anfragen aus dem Ausland, doch der FC Liverpool, einer der interessiertesten Anwärter auf eine Verpflichtung, zögerte, da er Ronaldo etwas mehr Zeit geben wollte, sich zu entwickeln.

Ronaldo im Trikot von Manchester United (Foto: AP)

Mit ManU gewann Ronaldo drei Meisterschaften, die Champions League und die Club-WM

Dieses Zögern nutzte ausgerechnet Manchester United, Liverpools Erzrivale in der englischen Premier League. Bei einem Freundschaftsspiel gegen Manchester United im Jahr 2003 fiel Cristiano Ronaldo ManU-Coach Alex Ferguson so positiv auf, dass der ihn nach Manchester lotste, wo der junge Portugiese endgültig zum Star wurde. Ronaldo blieb sechs Jahre in England und schoss in knapp 200 Ligaspielen über 80 Tore für die "Red Devils". Dabei entwickelte sich der 1,85 Meter große Modellathlet zum nahezu kompletten Angreifer. Schnell und trickreich am Ball erzielte Ronaldo seine Tore wahlweise nach explosiven Antritten, wuchtigen Kopfbällen oder – und das mit Vorliebe – durch direkte Freistöße aus der Distanz.

Teuerster Spieler aller Zeiten

Ronaldo bei seiner Ankunft in Madrid (Foto: AP)

Ronaldo bei seiner Ankunft in Madrid

Seit Sommer 2009 trägt Cristiano Ronaldo die Farben von Real Madrid. Für die unvorstellbare Rekordablöse von 93 Millionen Euro wechselte er in die spanische Hauptstadt. Der neue Präsident, Florentino Peres, der schon in seiner ersten Amtszeit das Team der "Galaktischen" mit Zidane, Figo und Beckham formte, hatte den Vereinsmitgliedern eine Verpflichtung von Ronaldo als Antrittsgeschenk versprochen. Bei seiner Präsentation im Bernabeu-Stadion wurde Cristiano Ronaldo von 80.000 Fans begeistert in Empfang genommen.

Der Gefeierte revanchierte sich artig mit den Worten: "Für mich ist ein Kindheitstraum in Erfüllung gegangen. Ich spiele für Real Madrid!" Die Vorschusslorbeeren der Real Fans waren nicht umsonst: In seiner ersten Saison traf Ronaldo über 20 Mal ins gegnerische Netz. Auch in der portugiesischen Nationalelf ist Ronaldo nach dem Abgang der so genannten "Goldenen Generation" mit Spielern wie Rui Costa und Luis Figo die beherrschende Figur und der Mann für die wichtigen Tore.

Posterboy und Werbeikone

Ronaldo gilt als eitel. Stets perfekt gestylt, mit teuren Brillanten im Ohren ist er zur Werbeikone geworden. Bei Nike, dem größten Sportartikelhersteller der Welt, ist Ronaldo das Zugpferd. Er liebt es, in der Öffentlichkeit zu stehen. Bei einem Urlaub in Los Angeles im Sommer 2009 inszenierten er und Hotelerbin Paris Hilton sich wild knutschend vor den Kameras der Paparazzi.

Cristiano Ronaldo mit nacktem Oberkörper (Foto: AP)

Schwulenikone und Zugpferd der Werbeindustrie - Ronaldo liebt sich und seinen Körper

Neben seiner Eitelkeit, werfen ihm Kritiker auch häufig vor, zu weich für den rauen Sport zu sein. Fakt ist: Ronaldo hat nah am Wasser gebaut. Nach Niederlagen bei großen Turnieren lässt er den Tränen regelmäßig freien Lauf. Seine weiblichen Fans stört das indes nicht, eher im Gegenteil. Und auch die männlichen Anhänger sind begeistert: Von den Lesern eines englischen Schwulenmagazins wurde Ronaldo im vergangenen Jahr zum "Sexiest Man Alive" gewählt.

Den inoffiziellen Titel des bestausehendsten Spielers mag der 25-Jährige zwar bereits in der Tasche haben, zum WM-Titel wird es für Portugal in Südafrika aber nicht reichen. Zwar ist Cristiano Ronaldo selbst so stark wie nie, die portugiesische Nationalelf aber ist schon länger nicht mehr das, was sie zu Zeiten der "Goldenen Generation" einmal war.

Autor: Andreas Ziemons
Redaktion: Wolfgang van Kann

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