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Sport

Wer wird Sandplatzkönig von Paris?

Djokovic kann in Paris der erste 100-Millionen-Dollar-Mann im Tennissport werden. Davon sind die 17 teilnehmenden Deutschen weit entfernt. Nicht dabei sind Grand-Slam-Rekordsieger Federer und Publikumsliebling Monfils.

Als Roger Federer zum letzten Mal bei einem Grand-Slam-Turnier fehlte, hatten Boris Becker und Steffi Graf gerade ihre Karrieren beendet. Das war 1999 - eine andere Tennis-Zeit, ein anderes Jahrtausend. Nun ist eine der beeindruckendsten Serien von 65 aufeinanderfolgenden Major-Teilnahmen beendet: Der Schweizer hat weiterhin Probleme mit dem Rücken und wird deshalb bei den French Open in Paris (22. Mai bis 5. Juni) nicht spielen.

Genauso wie Publikumsliebling und Lokalmatador Gaël Monfils. Er leidet derzeit noch an einem Virus-Infekt. Der Weltranglisten-14. hatte 2008 das Halbfinale von Roland Garros erreicht, dort aber gegen Federer verloren. Dabei und auch fit ist aber Rafael Nadal. Der French-Open-Rekordsieger und Sandplatzspezialist ist wohl der ernstzunehmendste Konkurrent von Novak Djokovic.

"Geld ist nicht mein Ansporn"

Der Serbe strebt bei den French Open nicht nur den 12. Grand-Slam-Sieg seiner Karriere an. Der "Djoker" könnte eine beeindruckende Bestmarke aufstellen: Nur noch vier Siege trennen ihn von einer magischen Preisgeld-Schallmauer: Djokovic kann der erste 100-Millionen-Dollar-Mann im Tennissport werden.

99.673.404 Dollar hat der Schützling von Boris Becker bislang in seiner Karriere kassiert. Mehr als jeder andere. Deswegen reicht Djokovic beim zweiten Major-Turnier des Jahres genau genommen schon das Erreichen des Viertelfinals (umgerechnet rund 331.576 Dollar), um in neue monetäre Sphären vorzudringen. "Geld ist aber nicht mein Ansporn. Es gibt wichtigere Dinge", hat der 28-Jährige jüngst nochmal betont.

Verstärkte Sicherheitsvorkehrungen

Tennis Angelique Kerber

Kerber: Deutschlands Nummer eins

Hochmotiviert ist auch die Deutsche Angelique Kerber. Als

Australian-Open-Siegerin

gilt sie als Mitfavoritin auf den Titel. Ganz klar die Nummer eins bleibt aber Serena Williams. Die US-Amerikanerin hat die erhöhten Sicherheitsvorkehrungen rund um das am Sonntag beginnenden Turnier begrüßt. "Ein bisschen mehr Sicherheit, das wollten eine Menge Spieler. Und in diesem Jahr haben wir sie", sagte die topgesetzte Titelverteidigerin aus den USA am Freitag bei einer Pressekonferenz.

Das Event im Stade Roland Garros findet wegen der Terror-Anschläge von Paris im November 2015 und der bevorstehenden Fußball-EM in Frankreich unter stark erhöhten Vorkehrungen statt. Zudem werden viele Tennisprofis von Bodyguards beschützt. Im vergangenen Jahr hatte Federer den Sicherheitsstandard kritisiert, nachdem ein Fan nach dem Match auf den Court gestürmt war, um ein Selfie mit dem Schweizer zu machen.


sw/og (dpa, sid)

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