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Politik

Wer tritt an?

Sechs Parteien haben sich in Österreich um die 183 Mandate im Nationalrat beworben. Nur vier von ihnen werden reelle Chancen eingeräumt, auch tatsächlich ins "Hohe Haus" einzuziehen:

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Die Alpenrepublik wählt

Sozialdemokratische Partei Österreichs (SPÖ): Vorsitzender und Spitzenkandidat Alfred Gusenbauer (42). Die Partei stellte von 1970 bis 1999 den Bundeskanzler und war seit 1945 insgesamt 50 Jahre lang an der Regierung. Seit 1970 ist sie stimmenstärkste Partei. Wahlziel ist es, dies zu bleiben und gleichzeitig die Mehrheit der jetzigen rechtskonservativen Regierung zu brechen. Koalitionen hält Gusenbauer sowohl mit der ÖVP (ohne Wolfgang Schüssel) als auch mit den Grünen für denkbar. Sollte die Mehrheit an die ÖVP verloren gehen, will Gusenbauer in der Opposition bleiben.

Österreichische Volkspartei (ÖVP): Vorsitzender und Spitzenkandidat Wolfgang Schüssel (57). Die konservative Partei stellte von 1945 bis 1970 den Bundeskanzler und war danach seit 1986 immer in der Regierung vertreten. Obwohl die ÖVP 1999 mit 26,9 Prozent hinter die FPÖ zurückfiel, wurde Schüssel durch die Koalition mit der FPÖ Kanzler. Wahlziel ist es, erstmals seit 1970 wieder stimmenstärkste Partei zu werden und eine rot-grüne Mehrheit zu verhindern. Schüssel hat keine Koalitionsform ausgeschlossen und kann sich auch eine ÖVP-Minderheitsregierung vorstellen.

Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ): Vorsitzender und Spitzenkandidat Herbert Haupt (55). Unterstützte 1970 eine SPÖ-Minderheitsregierung und bildete mit der SPÖ 1983-86 die Regierung. Später machte Jörg Haider mit einem rechtspopulistischen Kurs die Partei zur zweitstärksten politischen Kraft im Land. Seit Anfang 2000 mit der ÖVP in der Regierung. Wahlziel ist es, eine rot-grüne Mehrheit zu verhindern und rund 15 Prozent der Stimmen zu erreichen. Haupt will die rechtskonservative Regierung möglichst fortsetzen oder in die Opposition gehen.

Die Grünen - Die Grüne Alternative: Vorsitzender und Spitzenkandidat Alexander van der Bellen (58). Die Grünen schafften 1986 den Einzug ins Parlament, obwohl die Partei erst ein Jahr später offiziell gegründet wurde. Die Partei, die über 7,4 Prozent der Stimmen nie hinaus kam, hat erstmals die rechnerische Chance auf eine Regierungsbeteiligung. Koalieren wollen die Grünen nur mit der SPÖ oder in der Opposition bleiben. Wahlziel ist es, bei einer Stimmenverdoppelung die FPÖ zu überholen und damit die FPÖ-ÖVP-Mehrheit im Parlament zu brechen.

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