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Fußball

Wer steigt ab – Köln oder Berlin?

Bereits vor dem abschließenden Bundesliga-Spieltag sind fast alle Entscheidungen gefallen. Nur um die Europa-League-Plätze wird noch gekämpft und in Köln und Berlin geht immer noch die Abstiegsangst um.

Wohl kaum jemand hätte vor dieser Saison damit gerechnet, dass ausgerechnet drei traditionsreiche Bundesliga-Clubs am Ende ganz unten in der Tabelle stehen würden. Vor dem 34. Spieltag ist der 1. FC Kaiserslautern als Tabellenletzter bereits abgestiegen, für Hertha BSC und den 1. FC Köln heißt das gerade noch zu erreichende Maximalziel Relegationsplatz. Die Kölner, mit 30 Punkten derzeit auf Rang 16, bekommen es mit dem FC Bayern München zu tun. Allein das ist schon keine leichte Aufgabe. Noch dazu aber bestätigte FC-Stürmer Lukas Podolski vor einigen Tagen seinen Wechsel zum FC Arsenal und sorgte für zusätzliche Unruhe im Abstiegskampf. Einige seiner Kollegen prangerten unterdessen zum wiederholten Male den schlechten Fitnesszustand des Teams an, für den Ex-Coach Ståle Solbakken verantwortlich sei. Es gibt ruhigere Arten, sich auf ein "Endspiel" vorzubereiten, wie FC-Trainer Frank Schaefer die Partie gegen die Bayern nennt. Allerdings meinte er auch: "Die Lage, in der wir sind, sollte jetzt allen bewusst sein – und das ist sie auch." Na, mal sehen!  Ein Kölner Sieg gegen die Münchener ist jedenfalls eher unwahrscheinlich.

Aber den braucht Köln vielleicht auch gar nicht, da für einen Erfolg von Konkurrent Hertha BSC ebenfalls relativ wenig spricht. Die Berliner liegen in der Tabelle zwei Zähler hinter den Kölnern bei einem um fünf Treffer besseren Torverhältnis. Die Herthaner müssen also in jedem Fall gewinnen, um noch zu überholen. Spielt gleichzeitig Köln nur unentschieden oder verliert, dürfen die Berliner in die Relegation. Das Problem: Hertha ist sehr heimschwach und empfängt 1899 Hoffenheim, wo mit Markus Babbel der ehemalige Hertha-Trainer auf der Bank sitzt. Und Babbel hat mit der Hertha nach seiner unrühmlichen Entlassung im vergangenen Dezember noch eine Rechnung offen, auch wenn er das bestreitet: "Ich bin kein Mensch, der etwas Böses wünscht. Wir wollen einfach dort hinfahren und das Spiel gewinnen." Und damit wäre der Berliner Abstieg dann besiegelt.

Streit um die internationalen Plätze

Fußball Bundesliga 20. Spieltag: Hamburger SV - Bayer Leverkusen am Sonntag (08.04.2012) in der Imtech Arena in Hamburg. Leverkusens Torschütze Andre Schürrle (l) jubelt mit Michael Ballack nach seinem Treffer zum 1:1. (Foto: Marcus Brandt dpa/lno)

Bayer Leverkusen möchte in Nürnberg gewinnen und Fünfter werden

Spannend wird es auch im Kampf um die Europa-League-Plätze fünf bis sieben. Bereits für die Europa League qualifiziert ist Bayer Leverkusen, derzeit mit 51 Punkten Fünfter. Die Leverkusener, die den fünften Rang gerne behalten würden, da er direkt und ohne vorherige Qualifikationsrunden in die Europa League führt, spielen beim 1. FC Nürnberg (42 Punkte). Der FCN könnte bei einem hohen Sieg und entsprechenden Ergebnissen auf den anderen Plätzen noch Siebter werden. Einziger Konkurrent für Bayer im Kampf um Platz fünf ist der Sechste, VfB Stuttgart (50). Die Stuttgarter spielen gegen den Achten, VfL Wolfsburg (44), ebenfalls ein Team, das noch auf den Europa-League-Zug aufspringen könnte. "Ich rechne mit großer Gegenwehr", sagte VfB-Trainer Bruno Labbadia. "Aber das macht es ja auch interessant."

Interessant wird es dagegen für Werder Bremen (42) nur dann, wenn alle Ergebnisse stimmen. Die Bremer müssten gegen den FC Schalke 04 hoch gewinnen und auf Patzer der Konkurrenz hoffen. "Es ist außergewöhnlich, dass wir nach unserem Saisonverlauf noch diese Chance besitzen", meinte Werders Geschäftsführer Klaus Allofs. "Der Rasen muss brennen. Und wenn man gewinnt und die anderen mithelfen, ist alles möglich. Aber große Hoffnungen habe ich nicht." Große Hoffnungen darf sich eher Hannover 96 machen. Die Hannoveraner (45) sind Siebter und haben mit einem Heimspiel gegen Schlusslicht 1. FC Kaiserslautern die vermeintlich leichteste Aufgabe aller Beteiligten.

Dortmund vor Punkterekord

"Nur noch" auf die Meisterfeier bereitet sich Borussia Dortmund vor. Mit einem Heimsieg gegen den SC Freiburg könnte der BVB aber noch Historisches schaffen und den Punkterekord in der Bundesliga auf 81 Zähler hochschrauben. Keine entscheidende Bedeutung mehr haben die Partien Hamburger SV gegen den FC Augsburg und FSV Mainz 05 gegen Borussia Mönchengladbach.