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"Wer schnell hilft, hilft doppelt"

Das Seebeben in Südasien bewegt die DW-WORLD-User. In einem sind sich alle einig: Ein geeignetes Frühwarnsystem hätte viele Menschenleben retten können.

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Touristen in der Krisenregion

Ich bin sehr erbost über Urlauber, die nach der Katastrophe in Thailand geblieben oder extra nach Thailand geflogen sind und nun in diesem Land Ansprüche stellen. Einige beschweren sich sogar, dass sie kein Golf spielen können oder dass die Liegestühle in den Bäumen hängen. Die Versorgung sei außerdem schlecht und schließlich habe man doch das ganze Jahr auf diesen Urlaub gespart. So ein Verhalten ist menschenverachtend, eine Zumutung für die Leute vor Ort und respektlos den Toten, Verletzten und den Leuten gegenüber, die alles verloren haben. Ich habe großen Respekt vor den freiwilligen Helfern, die Ihren Urlaub dazu benutzen, dass sie mithelfen und Tote bergen. Diese Leute haben begriffen, dass sich ihr Urlaub in eine Tat von humanitärer Hilfe umgewandelt hat. (Barbara Heath)

Wir werden im Sommer wieder in Länder dieser Region reisen, aber abhängig von dann noch bestehenden Gesundheitsrisiken die Route entsprechend wählen. Wir sind viele Jahre in Länder wie Sri Lanka, Thailand, Birma, Indonesien usw. gereist und haben wunderschöne und beeindruckende Erinnerungen an Begegnungen mit den Menschen dort. Wir glauben, dass wir ihnen als Touristen "treu" bleiben sollten und damit vielleicht auch ein wenig helfen können. (Bernhard Goschin)

Frühwarnsysteme

Meiner Meinung nach kann man Katastrophen dieser Dimension bei rechtzeitiger Vorsorge, Aufklärung der Bevölkerung und mit Frühwarnsystemen verhindern. Ein Bruchteil der vielen Millionen, die nun aufgebracht werden, um eine funktionierende Struktur wieder aufzubauen, hätte gereicht, um ein entsprechendes Frühwarnsystem einzurichten. Die Forderungen nach einem solchen System wurden jedoch ignoriert und das führte nun zu dieser verheerenden Katastrophe. Ich bin zutiefst betroffen, da ich in allen diesen Ländern Freunde und Bekannte habe und auch in den meisten Ländern gewesen bin. Ich bin sehr traurig. (Peggy Bormann)

Hilfe der USA

Wer schnell hilft, hilft doppelt. Die US-Katastrophenhilfe ist, sagen Regierungsbeamte, bereits angelaufen. Wie lange braucht der Flottenverband, bis er mithelfen kann? Vielleicht ist diese Hilfe genau so wichtig wie die, die unsere Organisationen derzeit leisten und vorbereiten. Wir jedenfalls sollten uns nicht beeinflussen lassen von Äußerungen, die erkennbar mehr mit politischen, sehr interessenbedingten Vorstellungen zu tun haben, als mit Katastrophen- oder Entwicklungshilfe. Und man kann darüber nachdenken, ob die UNO als "neutralere" Instanz für übernationale Aktionen nicht die bessere Repräsentanz ist als ein einzelnes Land, das sich hervortun möchte. (Gerlinde Flaherty)

Nein, wir Amerikaner sind niemals geizig. Bush hatte keine Ahnung wie schlimm diese Katastrophe überhaupt war, als er am ersten Tag 13 Millionen angeboten hatte. Als aber das Ausmaß der Katastrophe bekannt wurde, hat er sofort diese Summe erhöht. In der Zwischenzeit haben sich Bürger sofort bereit erklärt, Dollars zu spenden. Ich selber habe heute 100 Dollar an UNICEF überwiesen. Unsere Regierung hat inzwischen viel getan und die Summe von 350 Millionen Dollar versprochen, was aber bestimmt wieder erhöht werden wird. Dabei ist nicht zu vergessen, dass wir im Irak noch Milliarden brauchen. So üppig geht es uns hier nicht und trotzdem ist Amerika immer sofort hilfsbereit. Obwohl die USA Deutschland aufgebaut hat, erntet man Kritik! (Doris Wickschrath)

  • Datum 05.01.2005
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  • Permalink http://p.dw.com/p/651k
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