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Fußball

Wer schafft es ins Finale?

Arsenal will den Traum vom ersten Triumph in der Königsklasse wahren, ManU kämpft gegen den Titel-Fluch. Im zweiten Halbfinal-Rückspiel will Barcelona mit einem Sieg gegen Chelsea ein rein englisches Endspiel verhindern.

Manchester-United-Spieler Rio Ferdinand (li), John O'Shea (M., unten), Darren Fletcher (M., oben), Carlos Tevez (re.) (Foto: dpa)

Titelverteidiger ManU

Es gibt viele Gründe, die gegen Arsenals Einzug ins Champions League Finale sprechen: Zunächst das Auftreten der "Gunners" bei der 0:1-Hinspiel-Niederlage bei Manchester United. Kaum eine Torchance, auf der anderen Spielhälfte dagegen hatte Arsenals Torwart Manuel Almunia alle Hände voll zu tun. Zudem fehlt Andrey Arshavin, der an Arsenals Aufschwung in der Liga großen Anteil hat – der Russe ist in der Champions League noch nicht spielberechtigt. Außerdem lastet ein großer Druck auf den jungen Spielern aus London. Noch nie in seiner Geschichte hat der Verein die Königsklasse gewonnen. Überhaupt ist Arsenal seit drei Jahren nun schon ohne Titel. Die Champions League ist in dieser Saison die letzte Chance, um das Titel-Trauma zu beenden. Und zu guter Letzt: Noch nie hat Arsenal im Europapokal ein Duell gegen eine englische Mannschaft gewonnen.

Optimistisch

Arsenal-Trainer Wenger (Foto: dpa)

Gibt sich optimistisch: Wenger

"United ist im Vorteil", gibt Arsenal-Trainer Arsene Wenger vor dem Spiel am Dienstagabend zu. "Aber sie haben im Hinspiel die Chance verpasst, ein zweites Tor zu schießen. Wir werden dafür sorgen, dass sie das bereuen", versprach Wenger den Fans. Dieses Selbstvertrauen nimmt Arsenal wohl aus seiner Heimstärke. Seit 27 Spielen ist Arsenal im eigenen Stadion in der Königsklasse unbesiegt. In der Meisterschaft hat das Team seit dem 21. Dezember 2008 daheim kein Tor mehr kassiert.

Aber solche Statistiken beeindrucken die Spieler von Manchester United sicherlich wenig. Denn da sie die dritte Meisterschaft in Serie schon so gut wie sicher haben, können sich die "Red Devils" auf ein besonderes Ziel konzentrieren: den Champions League-Titel als erste Mannschaft überhaupt zu verteidigen. Und damit den oft zitierten Königsklassen-Fluch aufheben. Um ins Finale zu kommen, will es ManU aber nicht aufs Elfmeterschießen ankommen lassen: "Wir fahren nicht nach London, um den Vorsprung zu verteidigen. Wir sind immer und überhall in der Lage, ein Tor zu erzielen und zu gewinnen", sagt Cristiano Ronaldo in seiner gewohnt selbstbewussten Art.

Sensationssieg

Real-Madrid-Spieler Raul Gonzalez (re.) und Xavi Hernandez vom FC Barcelona (li.) (Foto: dpa)

"El clasico": Barca gegen Real

Selbstbewusst ist auch Barcelona, die einzige nicht englische Mannschaft im Halbfinale. Mit 6:2 hatte der spanische Tabellenführer am Samstag in der Meisterschaft Erzrivale Real Madrid deklassiert. "Das war eine wunderbare Nacht, eine der glücklichsten meines Lebens", jubelte Barca-Coach Josep Guardiola. Mit Blick auf das Champions League Spiel am Mittwochabend fügte er aber eilig hinzu: "Nun müssen wir in London ein gutes Spiel nachlegen, um uns auch international zu beweisen."

Spätestens seit diesem Sensationssieg wird dem FC Chelsea wohl klar sein, dass das Rückspiel im eigenen Stadion nicht einfach werden wird – trotz des torlosen Unentschieden im Hinspiel. "Wir dürfen uns nicht den kleinsten Fehler erlauben", warnt daher auch Chelseas Trainer Guus Hiddink. Der Holländer wird gegen die beste Offensiv-Mannschaft der Welt wieder auf eine kompakte Abwehr, schnelle Konter und den Kampfgeist seiner Spieler setzten. (sf/jf/dpa)

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