1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Service

"Wer schützt uns vor den Fundamentalisten?"

Vor allem der Fall der amerikanischen Koma-Patientin Terri Schiavo bewegt die Gemüter der Leser von DW-WORLD. Desweiteren beschäftigt sie die Frage nach der Zukunft der Kernenergie.

default

Terri Schiavo

Gestern hörte ich einen Bericht über eine CNN-Umfrage. 65% der Leute in den USA unterstützen den Tod von Terri Schiavo. Nur 31% wollten, dass sie weiter Nahrung bekommt. CNN ist linksorientiert und nicht zu glauben. Es gibt Linke in den USA, die diese arme Frau gern sterben lassen wollen. So ist es bei der New York Times, der Los Angeles Times, den Demokraten, und jetzt bei CNN. In den USA heutzutage sieht man das Prinzip "lebensunwertigen Lebens" wie in der NS-Zeit! ( Philip Bohlken, Caldwell/Idaho, USA)

Das Schicksal der Patientin Terri Schiavo zwischen künstlichem Leben und Tod kann man menschlich gar nicht erfassen. Es ist ein Grenzbereich erreicht, wo der Mensch zugeben muss, dass unsere medizinische Macht total erschöpft ist. Man sollte Terri Schiavo menschlich schnell erlösen von ihrem Schicksal. Für beide Seiten wäre das die beste Rettung von allem menschlichen Leid. Die arme Seele hätte dann endlich ihre Ruhe von den Erdenqualen, die sie traf. Auf keinen Fall verdursten oder verhungern lassen, denn das wäre ein Verbrechen. Wir müssen Mensch sein und bleiben. ( Herbert Fuchs, Lahti, Finland)

Ein Mensch sterben lassen, das ist Gottes Sache. (Anton Sawatzky)

Hier wird das Schicksal einer Frau, die schon vor vielen Jahren verstarb, instrumentalisiert um das eigene politische Süppchen zu kochen. Was ist das für eine "christliche Nächstenliebe", die Millionen von Dollar zum Fenster hinauswirft um das Dahinvegetieren eines hirntoten Körpers abzusichern? Haben sich diese selbsternannten Lebensschützer schon einmal überlegt, dass möglicherweise schon die künstliche Ernährung gegen den "Willen" Gottes verstößt, falls es so etwas geben sollte? Ein wenig mehr gesunder Menschenverstand und ein wenig mehr Empathie würde diesen Gotteskriegern gut zu Gesicht stehen. Wer schützt uns vor den Fundamentalisten? Leider gibt es diese nicht nur in der islamischen Variante ... (Klaus Tavernier)

Der Fall Schiavo ist eine Katastrophe. Die Frau ist tot. Sie hat kein funktionsfähiges Gehirn mehr. Der Fall hat nichts mit der Regierung zu tun. Präsident Bush und sein Bruder überschreiten ihre Kompetenzen. Der Fall ist strictly medizinisch und die Politiker sollten ihren Mund halten. Die einzige Person, die etwas zu sagen hat, ist der Ehemann. ( Marta Warner)


Kernkraft

Kernkraft sollte friedlich genutzt werden, weil sich die Menschheit kaum wird erlauben können, auf verfügbare Energieressourcen zu verzichten. Und ein Leben ohne Energie wäre das Ende unserer Zivilisation. ( Lothar Bendig)

Kernkraft sollte weniger genutzt werden. Die irdische Infra-Struktur ist derartig versaut, dass man sie nagelneu aufbauen müsste, aber wer wagt es? Die Solar-Energie hat schon große Fortschritte gemacht. Haben wir den Drachen wieder aufgeweckt? Diesen Drachen, der unsere Erde vernichtet? Dieser Drachen sind Öl und Atom - meiner Ansicht nach. (E. Buegge-Wood)

Die Nutzung der Kernenergie zur Stromerzeugung ist eine Sackgasse. Wie oft muss es Tschernobyl geben, damit das die Menschen kapieren? Reichen nicht die hunderte von krebskranken Kindern? Die vielen Missgeburten? Wohin mit all dem Atomabfall? Was geschieht mit den veralteten Reaktoren? Was wäre - was keiner zu denken mag - wenn es wieder eine große Weltwirtschaftskrise oder große Kriege gibt? Wer finanziert die Instandhaltung der Reaktoren? Wer schützt die Anlagen vor Bomben, Anschlägen etc. Nein, die Kernenergie ist ein zu gefährlicher Irrweg und kein Ausweg! (Eberhard Schorr, Berlin)

Ich finde, dass Kernkraft nur eine Notlösung ist. Man sollte auf effizientere Wind-, Sonnen- und Wasserkraft-Nutzung hinarbeiten. Eine weitere Alternative ist noch Wasserstoff. Es sollte einfach mehr Geld in die Erforschung dieser Bereiche investiert werden. ( Ruben Répás)

Meiner Meinung nach ist es unverantwortlich die Kernenergie so auszubauen. Die Endlagerung ist nicht möglich und damit ist für mich die Atomlobby der größte Umweltverschmutzer, den es je gab. Es wird sowieso schon zuviel Konsummüll hergestellt. Eigentlich bin ich Optimist, aber für unsere Erde sehe ich kein gutes Ende. (Dieter Damhues)

Bei der Analyse der Daten für Bevölkerungsdichte und Wachstum, Verteilung von Wohlstand und Energieverbrauch und den logischen Schlussfolgerungen aus diesen Tatsachen ergibt sich, dass in das Wissenskapital des Umgangs mit der Kernenergie dringend investiert werden muss, um eine Alternative zu den noch viel kostbareren Rohstoffen Kohle und Öl zu haben. Der Deutsche Weg vernichtet Know How und Kapital und löst keines der aktuellen Umweltprobleme. (Joachim Ungethüm)

Eine verfehlte Öffentlichkeitsarbeit insbesondere während der Boom-Zeiten in den 60er und 70er Jahren haben die Kernenergie in Deutschland in Verruf gebracht. Spätestens jedoch das Unglück in Tschernobyl hat einer sachlichen Diskussion über das Thema jeden Boden entzogen. (…) Vor dem Hintergrund der weltweiten Klimaveränderungen ist jedoch damit zu rechnen, dass die aktuellen Denk- und Diskussionstabus in den nächsten Jahren einer ausgewogenen öffentlichen Auseinandersetzung über dieses Thema weichen werden. (Andreas Groh)

Die Kernenergie sollte mehr genutzt werden, sie verringert die CO² -Produktion in der Energieerzeugung und trägt dadurch zum Umweltschutz bei. Sie ist außerdem technisch entwicklungsintensiv und verhindert, dass diese Land energietechnisch auf den Status eines Entwicklungslandes zurückgeschoben wird, ebenso die Verteuerung der Strompreise wird vermieden. Eine Unzahl von Windrädern verschandelt auch die Landschaft, außerdem führt dies zur Instabilität in den elektrischen Netzen, da der Innenwiderstand der Netze zu klein wird. (Klaus Günther)

Die Redaktion empfiehlt

  • Datum 25.03.2005
  • Drucken Seite drucken
  • Permalink http://p.dw.com/p/6QA4
  • Datum 25.03.2005
  • Drucken Seite drucken
  • Permalink http://p.dw.com/p/6QA4