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Kultur

Wer hat Angst vor der transmediale?

Berlin ist nicht nur im Berlinale-Fieber. Neben den Liebhabern und Profis der Filmszene trifft sich derzeit auf der transmediale.02 die internationale Medienkunstszene und ihr Publikum.

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Auch Neue Medien spielen mit alten Reizen: "shot" eine CD-Rom von Tatiana Doroshenko

Mit dem Motto "Go Public" will sich die transmediale.02, die in ihrem Titel auf die Jahreszahl bezug nimmt, auch an ein Publikum wenden, das bislang jungfräulich in Sachen Neue Medien ist.

Wer einen Blick in das Programmheft der 15. transmediale wirft ist zunächst überfordert: Screenings, Panels, Workshops, Ausstellung, Club und Media Lounge. Umfangreich ist das Programm und sowohl Titel der Einzelveranstaltungen als auch die der einzelnen Sektionen geben Rätsel auf.

Die transmediale, eine Branchenveranstaltung für medienkunst-versierte Insider? Das will die 15. transmediale natürlich auch sein, geht sie doch der Frage nach, was Öffentlichkeit im digitalen Zeitalter bedeutet. Aber nicht nur: "Go Public" lautet das Motto, ein ironisches Wortspiel mit dem englischen Ausdruck für den Börsengang eines Unternehmens. Gleichzeitig aber auch ein Leitsatz, der für die "Öffentlich-Machung" von Medienkunst für ein breiteres Pubklikum steht.

Vor allem in zwei der Festivalsektionen wird dem Laien viel geboten: Erstmals präsentiert die transmediale eine Ausstellung und bereits zum dritten Mal integriert sie den club_transmediale.

Staunen und Tanzen - transmediale sinnlich

Die transmediale_ausstellung mit internationaler Medienkunst wird noch über das eigentliche Festival hinaus bis zum 24. Februar im Haus der Kulturen der Welt zu sehen sein. Netzwerk,- Video- und Klang-Installationen sollen den Besucher zum Mitmachen anregen.

Da ist beispielsweise die interaktive Installation der Japanerin Seiko Mikamis, die von der Idee ausgeht, dass der menschliche Körper ein Interface ist. In "Molecure Informatics" werden die Bewegungen des Auges von einer Kamera registriert, in Daten umgerechnet und in einer animierten Grafik dargestellt. Zwei Besucher, die sich gegenübersitzen, können sowohl die Spur ihres eigenen Blickes, als auch die Blickspur des anderen wahrnehmen.

Der Ungar Péter Frucht bezieht das Publikum in einen modernen Dadaismus ein. Er visualisiert das unendliche Geplapper und Getippe der Chatforen und verfremdet mithilfe von Algorithmen Texte. "Iow ianalbipootv mmif with mftw ibn cotflgohaha isbt" heißt die interaktive, internet-basierte Installation, die auch den Besucher in den Live-Chat miteinbezieht und so eine weitere akustische Verfremdung erzeugt.

Die Installation des "robotlab" gibt dem Besucher die Möglichkeit, die Choreografie von DJ-Robotern und ihr Soundsampling zu beeinflussen.

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