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Kultur

Weniger Tote bei Flugzeugunglück im Kongo als befürchtet

Wasser und Lava auf der Startbahn, explodierende Teile - die Ursachen für den Absturz einer Passagiermaschine im Kongo sind noch unklar. Es gibt aber weniger Tote als bisher angenommen.

Wrackteile der abgestürzten Maschine liegen herum. (15.4.2008, Quelle: AP)

Trümmerfeld nach dem Absturz

Bei dem Flugzeugunglück im Osten des Kongos sind nach jüngsten Angaben von Mittwoch (16.4.2008) mindestens 21 Menschen ums Leben gekommen. Eine mit 79 Passagieren besetzte DC-9 schoss beim Start in Goma über die Landebahn hinaus und raste in ein belebtes Marktviertel. Alle Insassen konnten von der Besatzung und von herbeigeeilten UN-Soldaten gerettet werden, bevor das Flugzeug zerbrach und in Flammen aufging. Im angrenzenden Viertel Birere kamen 21 Menschen ums Leben, 113 wurden nach Angaben des Roten Kreuzes verletzt.

Landkarte der Demokratischen Republik Kongo (15.4.2008, Quelle: AP)

Die Maschine war auf dem Weg von Goma in die Hauptstadt Kinshasa

Ein Sprecher der Fluggesellschaft Hewa Bora erklärte, alle Insassen hätten das Unglück vom Dienstag überlebt. Unter den registrierten Passagieren und Besatzungsmitgliedern seien noch keine Toten gefunden worden.

Tote auf dem Markt

Das Flugzeug raste über die Landebahn hinaus durch Holzhäuser und kleine Läden auf den gut besuchten Birere-Markt, wie die Hilfsorganisation World Vision mitteilte, deren Büro sich in der Nähe befindet. Auf dem Markt werden Früchte, Zucker und Mehl, aber auch Benzin und Zement verkauft. Die Maschine war am Dienstag auf dem Weg von der Provinzhauptstadt Goma in die Hauptstadt Kinshasa.

Genaue Unglücksursache noch unbekannt

Die Suche nach der Unglücksursache ging am Mittwoch weiter. Ein Sprecher der Fluggesellschaft Hewe Bora machte die Startbahn für das Unglück verantwortlich. Es sei Wasser auf der Bahn gewesen, als die Maschine vom Typ McDonnell Douglas DC-9 bei heftigem Regen startete. Das Flugzeug sei von der Bahn abgekommen. Hinzu komme, dass ein Teil der Start- und Landebahn seit einem Vulkanausbruch im Jahr 2002 noch immer mit Lava bedeckt sei. Dadurch könne die Bahn nicht in voller Länge genutzt werden. Überlebende berichteten dagegen, sie hätten einen explosionsartigen Knall gehört, ehe das Flugzeug abstürzte.

Das Flugzeug habe Probleme mit einem der Reifen gehabt und deshalb nicht abheben können, sagte ein Überlebender, der frühere Pilot Dunia Sindani. Einer der Piloten soll nach anderen Angaben erklärt haben, dass einer der beiden Motoren der DC-9 ausgefallen sei.

Die Europäische Union hatte Hewa Bora Airways erst vergangene Woche wegen Sicherheitsbedenken die Landeerlaubnis für ihre Mitgliedstaaten entzogen. (vg)

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