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Aktuell Kultur

Wenig NS-Raubkunst in Stiftungsbesitz

Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz hat alle Kunstwerke in ihrem Bestand auf ihre Herkunft untersuchen lassen. Verdacht auf NS-Raubkunst besteht nur bei wenigen Objekten der früheren "Galerie des 20. Jahrhunderts".

Im Zuge der dreijährigen Forschungsarbeit zu den Kunstbeständen der früheren "Galerie des 20. Jahrhunderts" stufte die Stiftung Preußischer Kulturbesitz, zu der auch die Berliner Museumsinsel (Foto) gehört, jetzt lediglich drei Bilder als mögliche Raubkunst aus der NS-Zeit ein. Die 450 untersuchten Kunstobjekte sind seit 1968 Dauerleihgaben in der Nationalgalerie in Berlin, der Nachfolgeinstitution der "Galerie des 20. Jahrhunderts". Unter den Beständen befinden sich hochkarätige Werke der modernen Kunst, etwa von Paul Klee, Wassily Kandinsky und Oskar Kokoschka, die 1937 als „Entartete Kunst“ gebrandmarkt wurden.

Mehrzahl der untersuchten Werke unbedenklich

Für rund 85 Prozent der untersuchten Kunstwerke konnte eine unbedenkliche Provenienz nachgewiesen werden. Hierbei handelt es sich um Gemälde, Papierarbeiten und Skulpturen. Dennoch blieben die Ergebnisse zur Herkunft von 61 Kunstwerken nach den ausführlichen Recherchen weiterhin lückenhaft. Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz kann einen NS-verfolgungsbedingten Verlust bei diesen Arbeiten deshalb nicht ausschließen.

Herkunfts-Recherchen in den Depots

Neun der Kunstobjekte bislang ungeklärter Herkunft wurden in die Datenbank "Lost Art" eingestellt. Zu möglichen Erben der früheren Eigentümer soll jetzt Kontakt aufgenommen werden. Über die beiden vorläufig als NS-Raubkunst eingestuften Gemälde von Max Slevogt und Franz Marc werden weiterhin kunsthistorische Recherchen angestellt. "Wir möchten keine Objekte in unseren Sammlungen behalten, die nicht rechtmäßig dorthin gelangt sind", betont Hermann Parzinger, der Präsident der Stiftung.

rth/hm (dpa/epd)

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