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Wirtschaft

Wen macht Alibaba reich?

Alibaba will mehr Geld an der Börse einnehmen als je ein Unternehmen zuvor. Ob die Aktie Anlegern dicke Gewinne beschert, wird sich erst zeigen müssen. Einige Investoren dürften aber schon beim Start kräftig kassieren.

Milliardenregen für Früheinsteiger: Alibabas Börsengang öffnet Großinvestoren wie dem US-Interneturgestein Yahoo das Tor zur Schatzkammer. 25 Milliarden Dollar könnte das größte Börsendebüt aller Zeiten einspielen und schon bevor der erste Handelstag auf dem New Yorker Parkett eingeläutet wird, stehen einige Gewinner fest.

Für Yahoo zum Beispiel ist Alibaba ein Rettungsring. Auch die seit Sommer 2012 amtierende Chefin Marissa Mayer hat es bislang nicht geschafft, das Ruder herumzureißen. Als Suchmaschine sieht Yahoo schon lange alt aus, im Kampf um Werbebudgets rennt man Konkurrenten wie Google und Facebook hinterher. Der hauseigene Photodienst Flickr wird indes von Instagram abgehängt. "Aber keine Sorge, es gibt ja Alibaba", schreiben die Analysten von Zacks Investment Research aus Chicago.

Der Yahoo-Aktienkurs ist in den letzten drei Monaten um mehr als 20 Prozent geklettert. Als Grund gilt die Aussicht auf einen Geldregen beim Alibaba-Börsengang. Yahoo stieg bereits 2005 beim größten Onlinehändler Chinas ein und hält etwa 23 Prozent. Ohne die Beteiligung wären die letzten Quartalsberichte komplett gefloppt - während Alibabas Gewinne immer weiter stiegen, tritt Yahoo auf der Stelle.

Das Krokodil wird zum reichsten Chinesen

Jack Ma Gründer von Alibaba

Alibaba-Boss Ma wird der reichste Chinese

Auch wenn Yahoo das Geld aus dem Börsengang derzeit vielleicht am besten gebrauchen kann, um mit Investitionen gegenzusteuern – der größte Gewinner ist es nicht. Die japanische Softbank, mit 37 Prozent der mit Abstand größte Alibaba-Anteilseigner, dürfte am stärksten profitieren. Außerdem macht Alibaba-Gründer Jack Ma, der 7,3 Prozent hält, in großem Stil Kasse. Durch den Börsengang steigt das "Krokodil vom Jangtse" unumstritten zum reichsten Chinesen auf.

Wer zuerst kommt, kassiert zuerst

Bei Alibaba müssen sich frühe Investoren, anders als bei vielen anderen Börsengängen, noch nicht einmal lange gedulden, bis sie ihre Anteile zu Geld machen können. Aus dem Anlageprospekt geht hervor, dass es für Beteiligungen im Wert von mehr als acht Milliarden Dollar keine Haltefristen gibt - sie können ungewöhnlicherweise direkt am Tag der Erstnotierung verkauft werden.

Die Nachfrage von Profiinvestoren scheint ungebrochen hoch. Bereits bei den "Roadshows", der Werbetour der Alibaba-Führung, war der Andrang enorm gewesen. "Wir haben gezeichnet", teilte die Investmentfirma Gamax bereits mit. Der von Jan Ehrhardt verwaltete Fonds "Asien International" setzt auf rasantes Wachstum des chinesischen E-Commerce-Markts: "500 Millionen Chinesen sind noch nicht online. Wenn die einen Anschluss erhalten, landen sie im Zweifelsfall wieder bei Alibaba."

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