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Kultur

Weltweites Aktionsbündnis gegen AIDS

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Nkosi Johnson auf der Internationalen Aidskonferenz in Südafrika im Jahr 2000

Sein Bild ging um den Globus: Nkosi Johnson, aus Südafrika, seine Geschichte ist typisch für unzählige Schicksale HIV-Infizierter. Bereits als Baby war er durch seine Mutter infiziert worden und dann als 12-Jähriger an den Folgen seiner AIDS-Erkrankung gestorben. Nkosi Johnson hat AIDS ein Gesicht gegeben - eines von Millionen. Längst ist AIDS kein reines Gesundheitsproblem mehr, wie Dr. Christoph Benn vom Deutschen Institut für Ärztliche Mission in Tübingen feststellt. "Im Jahre 2000 wurde der Weltsicherheitsrat zusammengerufen, um über AIDS zu diskutieren, weil man sagte, AIDS ist nicht mehr nur ein Gesundheitsproblem, sondern es ist ein Sicherheitsproblem, es gefährdet die Stabilität ganzer Länder und Regionen. Das hat sich seitdem nicht verändert, sondern eher noch verstärkt, gerade wenn wir ans südliche Afrika denken."

Nächste AIDS-Katastrophe in China und der ehemaligen Sowjetunion?

Wie "Konjunkturberichte des Todes" lesen sich die Zahlen der AIDS-Statistik aus Südafrika: Jeder neunte Mensch ist dort infiziert und gar jeder vierte in der sogenannten produktiven Altersgruppe zwischen 15 und 45 Jahren. 4,7 Millionen Südafrikaner waren das im Jahr 2000, zu denen noch 66.000 Kleinkinder gezählt werden müssen, die im vergangenen Jahr mit dem Virus zur Welt kamen. Doch schon lange nicht mehr ist allein der Schwarze Kontinent im Würgegriff von AIDS. "Die stärksten Zuwachsraten zur Zeit sind in Russland und den Ländern der ehemaligen Sowjetunion. Und in diesem Jahr ist China sehr stark ins Blickfeld gerückt. Zum ersten Mal hat die chinesische Regierung offen zugegeben, dass das Land ein massives AIDS-Problem hat. Hier ist eine riesige Bevölkerung. Wenn AIDS sich auch nur annähernd so ausbreitet, wie es das vor 15 Jahren in Afrika getan hat, stehen wir vor einer vielleicht noch größeren Katastrophe."

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