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Wirtschaft

Weltweite Warnung vor Trojaner-Schaden

Cyber-Experten raten PC-Nutzern weltweit, ihre Rechner einem Schnelltest im Internet zu unterziehen. Denn sollte sich der Trojaner "DNS-Changer" darauf befinden, bekommen die Computer-Besitzer im März ein Problem.

(Foto: Fotolia)

FBI will Server abschalten

Nach dem vereitelten Hacker-Angriff mit dem Trojaner "DNS-Changer" raten Experten Computernutzern in aller Welt, ihre Rechner zu testen. Denn die Cyber-Kriminellen wurden zwar im vergangenen November von der US-Bundespolizei FBI in New York festgenommen. Die Trojaner könnten aber noch auf Millionen PCs in aller Welt vorhanden sein. Für ihre Besitzer könnte das im März zum Problem werden.

Kein Anschluss unter diesem Server

(Foto: Fotolia)

Die Hacker machten ein dickes Geschäft

Denn die Schadsoftware "DNS-Changer" hatte die Netzwerkeinstellungen bei PC- und Mac-Systemen manipuliert. Dadurch wurde der korrekte Aufruf von Internet-Seiten verhindert, der Nutzer landete auf falschen Internetseiten, die auf rund hundert Servern der Kriminellen in New York und Chicago lagen. Ziel der Hacker war es, die Werbung auf diesen Internetseiten auszutauschen durch Werbung, für die sie selbst Provision kassierten. Auch illegale Medikamente und Antivirensoftware sollen auf diese Weise angeboten und verkauft worden sein. Mit solchen Geschäften soll die Hacker-Gruppe gut zehn Millionen Euro erschwindelt haben.

Nachdem das FBI die Hacker verhaftet hatte, wurden die Server zunächst nur durch Ersatzserver ausgetauscht. Diese sollen am 8. März abgeschaltet werden. Die Folge: Wer den Trojaner auf seinem Rechner hat, kann dann nicht mehr ins Internet, denn seine Anfragen werden auf Server geleitet, die nicht mehr existieren. Experten werben deshalb bei PC-Nutzern dafür, die Rechner zu überprüfen.

Testseite in Deutschland

Wie das Bundeskriminalamt (BKA) mitteilte, sind dem FBI zufolge allein in Deutschland derzeit täglich bis zu 33.000 Computer betroffen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat deswegen gemeinsam mit dem Bundeskriminalamt und der Deutschen Telekom die Internetseite www.dns-ok.de eingerichtet, die Rechner automatisch testet.

Besucht man die Seite, zeigt diese entweder sofort Entwarnung an: "Ihre DNS Konfiguration ist korrekt", heißt es dann. Oder aber es erscheint eine rote Warnmeldung "ACHTUNG: Ihre DNS Konfiguration ist manipuliert". In diesem Fall gibt es auch Empfehlungen, wie der Trojaner entfernt und das System wieder korrekt eingestellt werden kann.

Autor: Dirk Eckert (afp, dapd, dpa)

Redaktion: Sabine Faber

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