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60 Jahre DW

Weltweite Medienförderung

Ab 1965 engagiert sich die DW in der internationalen Medienentwicklung. Als Instrument der deutschen Medienförderung für Afrika, Asien und Mittel- und Südamerika wird in Köln das Fortbildungszentrum Hörfunk gegründet.

Multimediale Ausbildung in der DW Akademie

DW Akademie Medientrainung

Das Pendant im Fernsehen hat seinen Ursprung – mit gleicher Zielsetzung – in der 1970 getroffenen Vereinbarung zwischen dem damaligen Sender Freies Berlin (SFB) und dem BMZ. 1996 wird es der Deutschen Welle angegliedert.

Zum 1. Januar 2004 bündelt die DW ihre Aus- und Fortbildungsangebote unter dem Dach der neu gegründeten DW Akademie. Sie fasst alle Bereiche des Senders zusammen, die sich mit der journalistischen Aus- und Fortbildung befassen. Die DW Akademie setzt schnell neue Akzente: Im Juni startet sie einen Ausbildungsgang für junge Journalisten aus den Sendegebieten der DW. Neun Volontäre, zum Beispiel aus Afghanistan und Tansania, China und Indien, erlernen in Bonn und Berlin das journalistische Handwerk. Das sichert den Bedarf an qualifiziertem Nachwuchs für die 30 Sprachprogramme der DW.

Außerdem bietet die DW Akademie nun Unternehmen, Organisationen und Institutionen Medientrainings an. In modernen Hörfunk- und TV-Studios werden Interviewsituationen simuliert und ein professioneller Umgang mit Medienvertretern geübt.

Medienentwicklung: Radiojournalist in Dschibuti

Medienentwicklung: Radiojournalist in Dschibuti

Langfristige Kooperationen mit lokalen Partnern

Auch die Zielrichtung der Projekte verändert sich: Konzentrierte sich die Arbeit bisher auf die Aus- und Fortbildung von Journalisten, Technikern oder Medienmanagern, so geht es bei den Beratungsprojekten der DW Akademie verstärkt um Aspekte wie die Sicherung der wirtschaftlichen Überlebensfähigkeit von Medien, die Entwicklung zeitgemäßer Studien- und Ausbildungsgänge für Journalisten oder den Zugang benachteiligter Bevölkerungsgruppen zu Informationen. In Afrika, Asien, Lateinamerika, Nah-/Mittelost sowie Europa und Zentralasien setzt sie auf langfristige Kooperationen mit lokalen Partnern.
Beim staatlichen Afghanischen Rundfunk (RTA) in Kabul baut die DW Akademie Ende 2004 eine „Projektredaktion Internationale Nachrichten“ auf. Vor Ort schult sie zwölf Redakteurinnen und Redakteure, zumeist Absolventen der Universität Kabul, in journalistischen und fernsehtechnischen Belangen. Im Sommer 2006 kann RTA dank dieser Unterstützung erstmals internationale Fernsehnachrichten in Eigenregie produzieren und ausstrahlen. Die gesamte Führungsspitze von RTA, auch leitende Mitarbeiter von Regionalstationen, absolvieren in Bonn ein Management-Training.

„International Media Studies“

Gemeinsam mit der Universität Bonn und der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg startet die DW Akademie 2009 den bilingualen, zweijährigen Masterstudiengang „International Media Studies“. Fast 700 Anfragen aus aller Welt erreichen die DW hierzu, 22 Studierende aus 13 Ländern nehmen im September ihr Studium auf. Sie stammen aus Äthiopien, Portugal, Brasilien, Russland, China, Serbien, der Ukraine, Georgien, Venezuela, Jordanien, Vietnam und Kenia. Auch sechs Deutsche erhalten die Zulassung.

Der Postgraduiertenstudiengang verknüpft auf einzigartige Weise die Disziplinen Medien und Entwicklung, Journalismus, Kommunikationswissenschaften und Medienmanagement. Das Masterprogramm richtet sich vorrangig an Nachwuchsjournalisten und Medienmanager aus Entwicklungs- und Transformationsländern.

E-Learning und Soziale Medien

Auch die Instrumente entwickelt die DW Akademie kontinuierlich weiter, erprobt beispielsweise, wie sich E-Learning und Soziale Medien zu einem erfolgreichen Lehren und Lernen im Internet kombinieren lassen: Im November 2012 startet sie den ersten offenen Onlinekurs: den Online Media Summit. Er verbindet Online-Ressourcen und Soziale Medien. Zielgruppe sind Bürgerjournalisten und Blogger aus der arabischen Welt. Die Teilnehmer tauschen sich sechs Wochen lang im Netz unter anderem über den verantwortungsbewussten redaktionellen Umgang mit Quellen im Internet, die neuen Möglichkeiten von Datenjournalismus und das Thema Internetzensur aus. Hauptsprache des Projekts ist Arabisch, darüber hinaus gibt es eine englischsprachige Webseite. Der Online Media Summit ist offen für alle Interessenten aus Ländern Nordafrikas und der übrigen arabischen Welt, die Teilnahme ist kostenfrei.

Führende Organisation für internationale Medienentwicklung

Heute ist die DW Akademie Deutschlands führende Organisation für internationale Medienentwicklung. Sie fördert die Entwicklung freier, transparenter Mediensysteme, journalistische Qualität und Medienkompetenz. Sie hilft beim Wiederaufbau von Medien nach Krisen und Konflikten und trägt international zur professionellen Ausbildung Medienschaffender bei.

Ziel der Medienentwicklung ist die Stärkung von unabhängigen und freien Medien, insbesondere in Entwicklungs-, Schwellen- und Transformationsländern. Experten der DW Akademie beraten Intendanten, bilden Nachwuchsjournalisten aus, professionalisieren Medientechniker. Die Trainings und Beratungen werden in der Regel bei und mit den Partnern vor Ort durchgeführt, einige wenige Maßnahmen auch in Deutschland. Gegenwärtig nehmen jährlich rund 5.000 Medienschaffende jährlich die Angebote der DW Akademie wahr.

Wichtigster Partner und Mittelgeber der DW Akademie ist das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Weitere Projekte im Rahmen der internationalen Zusammenarbeit realisiert sie mit dem Auswärtigen Amt, den Vereinten Nationen, der Europäischen Union, privaten und politischen Stiftungen.

Nicht wenige ehemalige Teilnehmer sind zu Entscheidungsträgern in ihren Ländern geworden – und zu Multiplikatoren für Deutschland.

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