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Politik

Weltweite Empörung über Anschläge

Die Bombenanschläge in der indischen Wirtschaftsmetropole Bombay, bei denen bis zu 50 Menschen getötet wurden, sind weltweit mit Bestürzung aufgenommen worden. Die UN, die EU und die USA verurteilten die Gewalttaten.

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Explosion nahe der Touristen-Attraktion "Gateway of India"

UN-Generalsekretär Kofi Annan übermittle der indischen Regierung und den Hinterbliebenen seine Anteilnahme, erklärte die stellvertretende UN-Sprecherin Hua Jiang in New York. Er verurteile "den terroristischen Bombenanschlag" aufs Schärfste, fügte sie hinzu.

Der EU-Außenbeauftragte Javier Solana sagte in Brüssel, er sei bestürzt über die Terroranschläge gegen unschuldige Zivilpersonen. "Für solche Taten kann es keine Rechtfertigung geben." Solana kondolierte der indischen Regierung und den Angehörigen der Opfer und äußerte die Hoffnung, dass die Verantwortlichen für die Tat zur Rechenschaft gezogen würden. Bundeskanzler Gerhard Schröder erklärte am Montag (25.8.2003) in einem Beileidstelegramm an seinen indischen Kollegen Atal Bihari Vajpayee, der Anschlag habe ihn sehr getroffen. Die Bundesregierung werde "in diesen tragischen Stunden an der Seite Indiens stehen".

Pakistan verurteilt Anschläge

US-Außenminister Colin Powell brachte in einem Telefongespräch mit seinem indischen Kollegen Yashwant Sinha die Empörung der US-Regierung zum Ausdruck und sprach den Opfern und Angehörigen das Beileid aus. "Die USA verurteilen diese sinnlosen und feigen Terroranschläge", sagte Außenamtssprecher Philip Reeker in Washington. "Wir hoffen, dass die Drahtzieher schnell identifiziert und zur Rechenschaft gezogen werden."

Indiens Nachbar und Erzrivale Pakistan verurteilte die Anschläge ebenfalls. Ein Sprecher des Außenministeriums in Islamabad sagte: "Wir bedauern diese Anschläge. Wir verurteilen alle terroristischen Akte."

Anschlagsziel Bombay

Am Montag waren bei zwei offenbar aufeinander abgestimmten Anschlägen mit in Taxis versteckten Bomben in der indischen Wirtschaftsmetropole Bombay bis zu 50 Menschen getötet worden. Mehr als 150 Menschen wurden nach Polizeiangaben bei den Explosionen am Hafen und in der Altstadt verletzt. An beiden Anschlagsorten befinden sich mit dem "Gateway of India" und einem Hindu-Tempel wichtige Sehenswürdigkeiten der Millionenstadt. Die Polizei vermutete islamische Extremisten hinter den Anschlägen, zu denen sich zunächst niemand bekannte. (mik)

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