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Terrorismus

Weltweit rund 34.000 Tote durch Anschläge

Die steigende Zahl der Attentate in Europa beunruhigt die Menschen, doch 2016 ereigneten sich einer Studie zufolge auf dem Kontinent nur zwei Prozent der Anschläge weltweit. Die meisten Opfer gibt es im Nahen Osten.

Irak Bombenanschlag in Bagdad (Reuters/K. al Mousily)

Anschläge mit Autobomben wie hier in Bagdad gehören in Irak zum traurigen Alltag

Die Erhebung stammt von Wissenschaftlern des "Nationalen Konsortiums für Terrorismus und Terrorabwehr" an der Universität Maryland im gleichnamigen US-Bundesstaat. Die Forscher hatten dazu Meldungen über Anschläge gesammelt und analysiert. Nach ihren Angaben gab es 2016 insgesamt rund 13.400 Anschläge mit etwa 34.000 Todesopfern, zu denen auch die Attentäter selbst gezählt werden, die mehr als ein Drittel der Toten ausmachen. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Zahl der Attentate um neun Prozent und die Zahl der Toten ging um zehn Prozent zurück.

Die meisten Opfer stammen aus dem Nahen Osten und dem nordafrikanischen Raum, wo die Terrormiliz "Islamischer Staat" und verbündete Gruppen ihr Unwesen treiben. Hier gab es 2016 leichte Anstiege. Gesunken um fast ein Drittel ist dagegen die Zahl der Anschläge in Südasien. Vor allem in Pakistan ist ein starker Rückgang an Terroraktivitäten zu verzeichnen gewesen, sodass das Land an der Spitze der Terrorziele in der Region von Indien abgelöst wurde.

350 Todesopfer in Europa

In West- und Osteuropa ereigneten sich insgesamt drei Prozent der weltweit verübten Anschläge. Dabei wurden 350 Menschen getötet, signifikant mehr als noch 2015, was die Wissenschaftler auf die gestiegene Zahl der mit Fahrzeugen durchgeführten Terrorangriffe zurückführen. "Diese Taktik ist nicht neu, aber sie kommen deutlich häufiger vor und führen zu mehr Toten", heißt es in der Studie.

Ähnlich hohe Werte für Europa gab es aber bereits in den 1970er- und 1980er-Jahren, verursacht durch Anschläge der IRA in Großbritannien und der ETA in Spanien. Erst in den 1990er-Jahren sanken die Zahlen der Terroropfer auf dem europäischen Kontinent, bis es 2014 zu einem Wiederanstieg kam.

djo/cw (afp, umd.edu)

 

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