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Aktuell Europa

Weltweit Entsetzen nach Terrorakten in Paris

Die französische Hauptstadt ist von einer Serie von Anschlägen erschüttert worden. Spitzenpolitiker aus aller Welt verurteilten die Gewaltakte und drückten ihre Anteilnahme und Solidarität aus.

US-Präsident Obama im Weißen Haus (Foto: AFP)

US-Präsident Obama reagierte sehr schnell nach den Anschlägen von Paris

US-Präsident Barack Obama hat die Anschläge von Paris als "abscheulichen Versuch" verurteilt, unschuldige Zivilisten zu terrorisieren. Es handele sich nicht nur um Anschläge auf Paris oder das französische Volk, sondern auf die gesamte Menschheit, sagte Obama in Washington. Es sei zu früh, um darüber zu spekulieren, wer für die Attacken verantwortlich sei. Bei einer kurzen Ansprache im Weißen Haus bot Obama die Hilfe seines Landes an, um "die Terroristen vor Gericht zu bringen". Frankreich sei der älteste Verbündete der USA. Das französische Volk habe immer wieder Schulter an Schulter mit Amerika gestanden.

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Obama zum Terror in Paris

Auch UN-Generalsekretär Ban Ki Moon verurteilte die Terrorangriffe von Paris in scharfen Worten. Er vertraue den französischen Behörden, dass sie alles in ihrer Macht stehende tun, um die Schuldigen für die "abscheulichen Terrorakte" schnell vor Gericht zu bringen, erklärte Ban in New York. Er kondolierte den Hinterbliebenen der Getöteten und wünschte den Verletzten eine rasche Genesung. Er stehe an der Seite der Regierung und des Volkes von Frankreich.

Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen sprach von "barbarischen und feigen Terrorangriffen". Das höchste UN-Gremium erklärte: "Die Mitglieder des Sicherheitsrates drücken ihre tiefe Anteilnahme für die Familien der Opfer und der Regierung Frankreichs aus." Die Schuldigen für diese terroristischen Akte müssten zur Rechenschaft gezogen werden.

Merkel "tief erschüttert"

Entsetzen auch in Berlin: Bundeskanzlerin Angela Merkel erklärte: "Ich bin tief erschüttert von den Nachrichten und Bildern, die uns aus Paris erreichen." Sie fügte hinzu: "Meine Gedanken sind in diesen Stunden bei den Opfern der offensichtlich terroristischen Angriffe, ihren Angehörigen sowie allen Menschen in Paris." Die Bundesregierung stehe in Kontakt mit der französischen Regierung und habe ihr die Anteilnahme und Solidarität der Menschen in Deutschland übermittelt.

Kanzleramtschef Peter Altmaier, einer der engsten Vertrauten von Merkel, twitterte am Abend: "Wir weinen um die unschuldigen Toten von Paris. Aber wir werden uns niemals beugen dem Hass, dem Fanatismus und der Gewalt!" Auch Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) zeigte sich erschüttert und betonte: "Wir stehen an der Seite Frankreichs."

In einer ersten Reaktion zeigte sich Bundespräsident Joachim Gauck betroffen über die Attentate in Frankreich. "Ich bin tief erschüttert angesichts der Nachrichten, die uns aus Frankreich erreichen". Seine Gedanken seien "bei den Opfern, Ihren Angehörigen und dem französischen Volk".

Grünen-Chef Cem Özdemir betonte auf Twitter: "Wir sind bei den Menschen von Paris und ganz Frankreich. Was für ein Horror."

"Solidarisch an der Seite der Franzosen"

Auch Spitzenpolitiker der Europäischen Union haben Frankreich nach der Anschlagsserie ihre Solidarität ausgedrückt. "Unsere Gedanken sind bei den Familien der Opfer, unsere Unterstützung gilt den Behörden", schrieb EU-Parlamentspräsident Martin Schulz bei Twitter. EU-Ratspräsident Donald Tusk schrieb, er verfolge die Berichte über die Anschläge mit Entsetzen. Auch EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker drückte sein Mitgefühl aus. "Wir sind solidarisch an der Seite der Franzosen", schrieb Juncker.

NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg sicherte Frankreich die Unterstützung des Militärbündnisses zu. Die NATO stehe im Kampf gegen den Terrorismus an der Seite Frankreichs, sagte Stoltenberg. "Terrorismus wird nie die Demokratie besiegen", fügte er hinzu.

Russland zeigte sich ebenfalls schockiert über die Anschläge in Paris. "Wir verurteilen diese unmenschlichen Taten zutiefst und sind bereit, jede erdenkliche Hilfe bei der Untersuchung dieser terroristischen Verbrechen zu gewähren", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow in Moskau. Die Sprecherin des Außenministeriums, Maria Sacharowa, sagte, Russland teile den Schmerz Frankreichs.

kle/cr (dpa, afp, kna, rtr)

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