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Politik

Weltweit deutlich weniger Terrorattacken

Das Terrornetzwerk El Kaida stellt nach Einschätzung der US-Regierung weiterhin die größte terroristische Bedrohung für die westliche Welt dar. Weltweit ging die Zahl der Terroranschläge allerdings deutlich zurück.

Durch Bombenexplosion beschädigte Mauer in Bagdad (Foto: AP)

Alltag in Bagdad: Zerstörung durch Bombenterror

Das El Kaida-Netzwerk habe seine operativen Kapazitäten teilweise wieder auf den Stand vor den Terroranschlägen vom 11. September 2001 gebracht, heißt es in einem in Washington veröffentlichten Bericht des US-Außenministeriums.

Osama bin Laden und Aiman el Sawahiri (Archivfoto: dpa)

Osama bin Laden (rechts) mit seinem Stellvertreter Aiman el Sawahiri

Um "aufzutanken", nutze El Kaida vor allem Rückzugsräume im Grenzgebiet zwischen Afghanistan und Pakistan. Dem Netzwerk sei es auch gelungen, gefangengenommene oder getötete Anführer zu ersetzen und die Kontrollstrukturen um Aiman el Sawahiri, den Stellvertreter von El-Kaida-Chef Osama bin Laden, zu stärken.

Iran am Pranger

Das Land, welches terroristische Gruppierungen "am aktivsten" unterstützt, ist nach US-Ansicht nach wie vor der Iran. Von Teheran aus würden Anschläge im Nahen Osten, in Europa und in Asien geplant und finanziert, heißt es in dem Bericht weiter.

Ayatollah Ali Chamenei (Foto: AP)

Irans oberster Führer Ayatollah Ali Chamenei: Unterstützt sein Land den Terror?

Konkret wird einer Elite-Einheit der iranischen Revolutionsgarden namens "El Kods" vorgeworfen, unter anderem die radikal-islamische Palästinenser-Organisation Hamas, die libanesische Hisbollah, Extremisten im Irak und die afghanischen Taliban zu unterstützen.

Auf der Schwarzen Liste der Staaten, die den Terrorismus fördern, stehen außerdem Syrien, der Sudan und Kuba. Nordkorea war im vergangenen Jahr von der Liste gestrichen worden - auf Anordnung des damaligen Präsidenten George W. Bush.

US-Truppenaufstockung zeigt Wirkung

Indes nahm die Zahl der Terroranschläge drastisch ab. Während 2007 weltweit noch mehr als 14.000 Anschläge registriert wurden, waren es 2008 lediglich noch 11.770. Insgesamt rund 15.800 Menschen kamen durch Terroranschläge ums Leben - das waren 30 Prozent weniger als im Vorjahr. Hintergrund für diese Entwicklung ist vor allem die verbesserte Sicherheitslage im Irak, die auf eine verstärkte US-Truppenpräsenz dort zurückgeführt wird.

In dem Bericht des US-Außenministeriums wird darauf verwiesen, dass die USA und andere Staaten ihre Zusammenarbeit und den Informationsaustausch bei der Terrorabwehr verstärkt hätten. Das gelte besonders für Bemühungen, den Terroristen den Geldhahn abzudrehen. "Dank der Kooperation mit Verbündeten und Partnern in aller Welt haben wir ein weniger gefälliges Umfeld für Terroroperationen geschaffen, haben Terroristen zum Ortswechsel oder in Verstecke gezwungen und ihre Fähigkeit zum Planen und Ausführen von Attacken beeinträchtigt", heißt es in dem Report. (wa/kle/afp/dpa)