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Aktuell Welt

Weltsozialforum: "Eine andere Welt ist möglich"

Migration, Klimawandel und Menschenrechte - das Weltsozialforum hat in den vergangenen Tagen über die großen globalen Themen diskutiert. Mit einer Kundgebung in Tunis geht das Forum nun zu Ende.

Unter dem Motto "Eine andere Welt ist möglich" sind Tausende Globalisierungsgegner in der tunesischen Hauptstadt Tunis auf die Straßen gegangen, um zum Abschluss des 12. Weltsozialforums für die Einhaltung der Menschenrechte zu demonstrieren. Sie hätten verdeutlicht, "dass sich globale Handelsbeziehungen, Migrationspolitik und Klimagerechtigkeit an demokratischen Prinzipien und der Einhaltung der Menschenrechte ausrichten müssen", sagte Francisco Marí von der Hilfsorganisation Brot für die Welt. Zahlreiche Nichtregierungsorganisationen haben Vertreter nach Tunis geschickt, um sich über globale Probleme und Herangehensweisen auszutauschen.

Dem Terror zum Trotz

Das Weltsozialforum wurde als Gegenveranstaltung zum Weltwirtschaftsforum ins Leben gerufen und war bereits 2013 in der tunesischen Hauptstadt zu Gast. In diesem Jahr fand es vor dem Hintergrund der islamistischen Anschlag auf das Bardo-Museum in Tunis statt, bei dem vor knapp zwei Wochen 21 Menschen getötet wurden. Zu dem Anschlag bekannte sich ein Ableger der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS).

Die Organisatoren des Weltsozialforums hatten am Tag des Anschlags beschlossen, dass die

Konferenz trotz des Sicherheitsrisikos

stattfinden sollte. Man wolle dem Terrorismus nicht nachgeben, erklärten die Verantwortlichen ihre Entscheidung.

Trauer und Solidarität

Am Sonntag findet in Tunis ein Trauermarsch zum Gedenken an die Opfer statt. Frankreichs Präsident Francois Hollande hat sein Kommen angekündigt, und auch der polnische Präsident Bronislaw Komorowski will teilnehmen. Er wolle die Solidarität Polens mit den Opfern zeigen und mit "denjenigen, die Terrorismus bekämpfen", sagte Komorowski in Warschau.

Derweil haben tunesische Sicherheitskräfte

bereits 23 Verdächtige festgenommen

. Sie gehörten zu einer Zelle, die den Anschlag geplant und ausgeführt habe, sagte Innenminister Najem Gharsalli in einem Interview der tunesischen Nachrichtenagentur TAP.

nin/kle (dpa, afp, Archiv)