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Sport

Weltrekord und deutsche Siege beim ISTAF

Beim Internationalen Stadionfest (ISTAF) in Berlin stellt ein Kenianer eine neue 800-Meter-Bestmarke auf. Auch die deutschen Leichtathleten jubeln. In fünf Disziplinen schaffen sie es ganz nach oben aufs Treppchen.

Speerwurf Christina Obergföll, im Hintergrund Tribüne (Foto: dpa)

Gute Leistungen der Deutschen in Berlin

Mit einem 800-Meter-Weltrekord aus dem Nichts hat David Rudisha das mit Spannung erwartete Comeback von 800-Meter-Weltmeisterin Caster Semenya und fünf deutsche Siege überstrahlt. In 1:41,09 Minuten löschte der 21 Jahre alte Kenianer die bereits 13 Jahre alte Bestmarke seines früheren Landsmanns Wilson Kipketer aus. Kipketer, der zwischenzeitlich die dänische Staatsangehörigkeit angenommen hatte, war damals 1:41,11 Minuten gelaufen.

Laufszene David Rudisha (Foto: dpa)

So schnell wie David Rudisha war zuvor noch niemand über die doppelte Stadionrunde

"Ich habe heute morgen schon beim Aufstehen geahnt, dass ich ein großes Rennen laufen würde, und ich habe meinen Traum wahrgemacht", meinte ein überglücklicher David Rudisha, der damit gleichzeitig sein WM-Trauma von 2009 besiegte. Ebenfalls in Berlin hatte der zweimalige Afrikameister vor einem Jahr das WM-Finale verpasst.

Semenya wird immer schneller

Zuvor war die Südafrikanerin Caster Semenya in 1:59,90 Minuten erstmals seit ihrem WM-Sieg 2009 in Berlin wieder unter zwei Minuten gelaufen. "Es war eine perfekte Rückkehr, die Fans haben mich sehr stark unterstützt. Aber ich bin erst mit einer Zeit von 1:57 Minuten zurück in der Weltelite", meinte Semenya, die wegen der Klärung ihrer Geschlechtszugehörigkeit bis 6. Juli vom Weltverband IAAF gesperrt gewesen war. Nach ihrer Bestmarke von der Berliner WM (1:55,45) war sie in ihren beiden Rennen nach der Rückkehr deutlich über zwei Minuten geblieben.

Fünf deutsche Heimsiege

Hochspringerin Ariane Friedrich überquert die Latte (Foto: dpa)

1,97 Meter reichten Friedrich zum Sieg

Die deutschen Leichtathletik-Fans durften beim 69. ISTAF auch fünf deutsche Erfolge bejubeln. Im Hochsprung reichten Ariane Friedrich 1,97 Meter zum Sieg. Riesenjubel erntete Robert Harting, der ein Jahr nach seinem WM-Gold mit dem Diskus im letzten Versuch starke 68,24 Meter erreichte. "Ich stand am Anfang ziemlich auf der Kippe, hätte rausfliegen können, dann riss ich mich zusammen und haute noch mal einen raus", meinte Harting. Ebenfalls im abschließenden Versuch schaffte Weitsprung-Europameister Christian Reif mit 8,06 Metern noch den Sieg. Zuvor hatte Hammerwurf-Europameisterin Betty Heidler mit 75,35 Metern und die EM-Zweite Christina Obergföll mit persönlicher Jahresweite von 67,57 Metern im Speerwurf gesiegt.

Zwei deutsche Europameisterinnen kamen zumindest aufs Podest: Linda Stahl wurde mit 61,82 Metern Zweite hinter Obergföll. Verena Sailer landete im 100-Meter-Finale in 11,24 Sekunden auf Platz drei. Dritte wurde auch wie bei der EM Carolin Nytra in guten 12,75 Sekunden über 100 Meter Hürden. Ganz zum Schluss erlebte ein anderer Berliner, was EM-Silber gemessen am Weltmaßstab Wert ist: In Saisonbestzeit von 3: 36,50 Minuten wurde Carsten Schlangen Neunter beim Sieg des Kenianers Silas Kiplagat (3:30,61).

Jahres-Weltbestzeit lief in 7:28,99 Minuten über 3000 Meter Tariuke Bekele aus Äthiopien. Sprintsieger wurden zwei Jamaikaner: Bei den Frauen lag Sherone Simpson in 11,09 Sekunden in Front, bei den Männern Nesta Carter in 9,96 Sekunden.

Autor: Andreas Ziemons (mit dpa/sid)
Redaktion: Stefan Nestler

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